ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

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Weiden. Aus alt mach neu: Die Estato Umweltservice GmbH in Weiden als Tochterunternehmen von A.T.U recycelt die Abfallprodukte der Autoindustrie, die in den Filialen anfallen und verwerten diese neu. Mit Sicherheit kam jeder schon einmal mit dem Endprodukt in Berührung.

Von Kristine Mann

ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

Bei einer Werksführung führten Katrin Teichert, Geschäftsführerin der A.T.U/Estato, und Alexander Prokein, Technischer Leiter bei Estato, Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Wirtschaftsförderin Cornelia Fehlner durch die Werkshallen und erklärten wichtige Schritte in der Produktion.

ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

Karin Teichert, Geschäftsführung A.T.U und Estato.

Insgesamt 80.000 Tonnen Altreifen und 7.000 Tonnen Autobatterien werden jährlich im Recyclingzentrum in Weiden verarbeitet – das entspricht sage und schreibe 13-14 Millionen Altreifen und 580.000 Batterien. Aus diesen kann man wertvolle Rohstoffe gewinnen: „Wieso sollen wir die denn verschwenden?“, so Prokein. Wie Teichert erklärt, schließe sich mit der Firmeneigenen Logistik auch der Kreislauf: Neue Waren werden an die Filialen geliefert – Abfälle mitgenommen. Kein Lkw oder Container fährt leer. 100 Mitarbeiter in der Produktion und Verwaltung sind in Weiden und einem weiteren Werk in Werl angestellt.

ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

Die Estato fungiert als Dienstleister – genauer Entsorger, Versorger und Berater – für die A.T.U und Dritte in Deutschland und Europa. Mit diesem Gesamtportfolio sei die Estato bis dato einzigartig im europäischen Raum, erklärte Prokein.

Umsatz mit Umweltschutz

ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

Alexander Prokein, Leitung Technik bei Estato, im Herzstück der Firma.

Autowerkstätten und Entsorgungspartner liefern zum Beispiel Altreifen, Autobatterien, Ölfilter, Kühl- und Bremsflüssigkeit, Papier und Karton an die Estato, die diese dann weiter verarbeitet. Vor allem Ölfilter wären teuer zu entsorgen. Außerdem seien die Stoffe gefährlich, weil hoch brennbar. In Zwischenschritten in der Ölfilterzerkleinerungsanlage werden die Ölfilter in drei Wertstoffe umgewandelt. „Ich will gar nicht wissen, wie oft schädliche Stoffe einfach im Hausmüll landen. Wir können froh sein, dass wir in Weiden ein Recyclingzentrum haben, das mit den „Abfällen“ verantwortungsvoll umgeht“, so Oberbürgermeister Kurt Seggewiß.

Umweltschutz und wirtschaftlicher Gewinn sind sehr wohl vereinbar.“

sagt Karin Teichert. Genaue Zahlen würden über Estato als Tochtergesellschaft der A.T.U aber nicht herausgegeben.

Was wird aus den Rohstoffen?

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In einem ersten Schritt werden Altreifen von Mitarbeitern kontrolliert und aussortiert. Gutreifen können auf dem internationalen Gebrauchtreifenmärkten oft weiterverkauft werden. Schrottreifen werden in einem rein mechanischem Verfahren stofflich verwertet. Die Hauptbestandteile eines Reifens sind 60 Prozent Gummigranulat, 23 Prozent Textilfasern und 17 Prozent Reifendraht. Diese werden im Anschluss vermarktet: Gummigranulate finden ihren Einsatz in der Gummiindustrie, Textilfasern dienen als Ersatzbrennstoff zur Energiegewinnung und Stahldraht findet seinen Weg in die Stahlindustrie.

Jeder kennt sicher die roten Sportplatzbeläge an Schulen oder Spielplätzen, das sind beispielsweise Einsatzorte für das Gummigranulat. Weitere sind Gummibeläge zum Gleisschutz oder auch Bodenbeläge und Stallmatten in der Landwirtschaft.

ESTATO Umweltservice: Rohstoffe für die Zukunft

Insgesamt 80.000 Tonnen Altreifen werden jährlich im Estato-Werk recycelt.

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