„Schwierigster Wahlkampf seit langer Zeit“: Junge Union Oberpfalz tagt in Falkenberg

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Falkenberg. Über 50 Mitglieder aus der gesamten Oberpfalz waren mit ihrem Basiswochenende zu Gast auf der Burg Falkenberg. Dabei besprachen die JUler Themen wie den bevorstehenden Wahlkampf, erreichte Ziele, durften aber auch den erfolgreichsten Athlet in der Geschichte der Paralympics mit Fragen löchern. 

JU-Tirschenreuth-Burg-Falkenberg

JU Kreisvorsitzender Matthias Grundler und Bürgermeister Herbert Bauer freuten sich, dass die Truppe um den Tirschenreuther Bezirksvorsitzenden Christian Doleschal die Burg Falkenberg als Tagungsort ausgewählt haben. Das Programm war hochkarätig besetzt. Die Gäste reichten von Heimatstaatsekretär Albert Füracker über Paralympicstar Gerd Schönfelder bis hin zur stellvertretenden JU Bundesvorsitzenden Katrin Albsteiger.

Die Junge Union in der Oberpfalz ist mit knapp 5.000 jungen Menschen sehr gut aufgestellt. „Ihr seid hervorragend unterwegs“, bestätigt auch der Chef der Oberpfälzer CSU Albert Füracker, der den jungen Menschen für ihren Einsatz für die Heimat herzlich dankte. Füracker stellte die positiven Entwicklungen der vergangen Jahre in der gesamten Oberpfalz dar. „Nicht jeder bekommt das gleiche, sondern jeder das was er braucht“, so das Motto des Oberpfälzer CSU Bezirkschef. Die Staatsregierung habe in den vergangen Jahren einiges getan, um alle Regionen in der Oberpfalz zu fördern, so Füracker, der an die Behördenverlagerung, den Breitbandausbau und den Ausbau von Bildungseinrichtungen wie beispielsweise an der OTH in Weiden erinnerte. Er dankte Landtagsabgeordneten Tobias Reiß für seinen starken Einsatz, beispielsweise für die Stabilisierungshilfen oder den neuen Studiengang Vermessungstechnik.

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JU-Tirschenreuth-Burg-Falkenberg-Albert-Füracker

JU Bezirksvorsitzender Christian Doleschal machte sich für die Förderung von Eigenheim stark. Die niedrigen Zinsen werden durch höhere Grundstückskosten und steigende Baupreise weggefressen. „Das Eigenheim ist nach wie vor die beste Altersvorsorge“, ist sich Doleschal sicher, der aber das von der CSU beschlossene Baukindergeld begrüße. Außerdem fehle es an attraktiven Mietraum. Auch JU Kreisvorsitzender Matthias Grundler unterstützte die Forderung, Eigenheim zu schaffen zu erleichtern. Grundler machte sich dafür stark unbedingt darauf zu achten, dass hier auch bestehende Häuser in den Ortskernen mit gefördert werden.

Schwieriger Wahlkampf

„Es wird der schwierigste Wahlkampf seit langer Zeit“, ist sich die stellvertretende JU Bundesvorsitzende Katrin Albsteiger sicher. Die Abgeordnete, die kurz zuvor mit einem aussichtsreichen Listenplatz für die Bundestagswahl ausgestattet wurde, betonte beim Basiswochenende der Jungen Union Oberpfalz in Falkenberg, dass sich die Ausgangslage gegenüber der letzten Wahl grundlegend verändert hat. Mit der AfD ist eine weitere Partei hinzugekommen. Der Bundestag droht von derzeit vier auf sechs Parteien anzuwachsen. Eine rot-rot-grüne Regierung mit Martin Schulz, Sarah Wagenknecht und Claudia Roth wäre ein herber Schlag.

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Einig waren sich die jungen Politiker, dass Schulz mit dem Thema Gerechtigkeit ein Thema gesetzt hat, das besser gelöst werden muss. „Seine Vorschläge taugen nicht, dass es in Deutschland gerechter zu geht“, so der JU Bezirksvorsitzende Christian Doleschal. Anstatt bei einer boomenden Wirtschaft und Rekordeinnahmen des Staates Arbeitslosigkeit zu unterstützen, gilt es gerade kleinere und mittlere Einkommen von den Rekordeinnahmen etwas zurückzugeben. „Bei 50 Milliarden mehr Steuereinnahmen braucht es endlich einen großen Wurf, mit zwei Euro Kindergelderhöhung kommen wir nicht weiter“, so Doleschal, leider hat auch die Union Glaubwürdigkeit verspielt, die es zurückzugewinnen gilt. „Der beste Euro ist immer noch der, den die Bürger investieren können und nicht an den Staat abdrücken müssen.“

Erfolgreichster Athlet in der Geschichte der Paralympics

„Spitzenleistung trotz Handicap“ war der Titel des Vortrags von Gerd Schönfelder beim Basiswochenende der Jungen Union in Falkenberg. Der mit 16 Siegen und 22 Medaillen erfolgreichste Athlet in der Geschichte der Paralympics berichtete eindrucksvoll von seinem Schicksal. Schönfelder hat mit 19 Jahren bei einem Unfall mit dem Zug seinen rechten Arm und vier Finger seiner linken Hand verloren und schaffte es dennoch ganz nach oben. „Egal was kommt, gib dich nicht auf, denn schlimmer geht immer“ ist eines der vielen motivierenden Mottos von Schönfelder.

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Ein Kommentar

  1. Unabhängig einer politischen Gesinnung, ist bei der JU Aktivität und Präsenz vorhanden ❗️❗️❗️
    Mitbewerber auf dem Markt des politischen Angebots, z. B. von der Sorte Jusos oder Junge Liberale, sind weitestgehend aus dem Angebotsregal verschwunden!
    Junge Leute finden deshalb nur die Möglichkeit, sich anders orientiert politisch zu engagieren, wenn sie selbst wieder aktiver werden und sich so wieder auf dem Markt vor Ort platzieren.
    Es ist eine Schande und ein Schaden, ja sogar eine gefährliche Entwicklung für die Demokratie, wenn es keinen gesunden (regionalen) Wettstreit mehr gibt!
    Ich kann deshalb nur den Anstoß geben, dass sich die Jungen anderer Parteien auch wieder politisch Sicht- und bemerkbarer engagieren, über alle demokratischen Parteien hinweg!
    Nur noch vor dem Smartphone sitzen und entfernte Politik und deren Verantwortliche im „Blechdappel“ zu betrachten, ist der falsche und unzureichende Weg!
    Das persönliche und sichtbare Engagement vor Ort ist wichtiger denn je!

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