Familienfreundliche Unternehmen: Das sind die Sieger!

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Windischeschenbach. Die Easy Apotheke Weiden, Reger Bau Vohenstrauß sowie Constantia Hueck Folien Pirk und BHS Weiherhammer sind die familienfreundlichsten Unternehmen in Weiden und dem Landkreis Neustadt. Insgesamt neun Firmen wurden vom „Bündnis für Familie“ mit dem erstmals vergebenen Johanna-Frank-Preis ausgezeichnet.

Ziel des Wettbewerbs ist es, regionale Erfolgsgeschichten öffentlich zu machen, Ideen zu mehr Familienfreundlichkeit in den Unternehmen in die Breite zu tragen und zu zeigen, dass Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen von Familienfreundlichkeit profitieren

so Michael Richthammer, Haupinitiator des Wettbewerbs, der von den Lionsclubs aus Neustadt und Weiden unterstützt wurde. Die teilnehmenden Firmen mussten dabei einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten und die Jury machte sich bei Betriebsbesichtigungen vor Ort ein Bild der familienfreundlichen Maßnahmen.

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Johanna-Frank-Preis

Sieger des Johanna-Frank-Preises: Die familienfreundlichsten Unternehmer

Gewinner in drei Kategorien geehrt

Platz eins bis 20 Mitarbeiter: Barbara Procher, Easy-Apotheke Weiden (Bild: OberplalzECHO)

Platz eins bis 20 Mitarbeiter: Barbara Procher

Der erste Platz in der Kategorie bis 20 Beschäftigte ging an die Easy Apotheke Weiden mit Apothekerin Barbara Procher. „Hier fühlt man das gute Betriebsklima schon beim Betreten der Apotheke“ meinte Weidens OB Kurt Seggewiß, einer der Schirmherren, in seiner Laudatio. Für die Mitarbeiter gibt es Teilzeitkonten, die passende Arbeitszeit wird individuell gestaltet und im Notfall betreut die Mutter der Chefin mitgebrachte Kinder der Angestellten.

Platz zwei ging an den Friseursalon Armin Sengenbeger in Neustadt, den dritten Platz belegte Maler Heinrich Popp aus Windischeschenbach.

Familienfreundlicher Bauunternehmer: Josef Reger

Familienfreundlicher Bauunternehmer: Josef Reger

Gewinner bei den mittleren Unternehmen (21-100 Beschäftigte) war Reger Bau Vohenstrauß. Gerade für eine Baufirma sei es nicht selbstverständlich, auf die Belange von Familien einzugehen war sich die Jury einig. So machen die Mitarbeiter die Planung von Baustellen und Arbeitszeit eigenverantwortlich, die Wochenenden bleiben frei. Für den Chef Josef Reger ist klar: „Man muss mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe umgehen und ich arbeite viel lieber mit zufriedenen Kollegen!“.

Zweiter wurde die Fomanu AG aus Neustadt/WN („Fotobuch.de“) vor Nix-wie-weg aus Parkstein.

Zwei Gewinner bei den Großen

Bei den Betrieben über 100 Mitarbeitern gab es gleich zwei erste Plätze: Constantia Hueck Folien aus Pirk und BHS Weiherhammer teilten sich hier den Hauptgewinn:

Johanna-Frank-Preis

Hueck-Geschäftsführer Axel Glade (2. v. r.) und Oliver Pohle (rechts)

Constantia Hueck Folien aus Pirk zeichne sich durch eine Vielfalt an familienfreundlichen Maßnahmen aus, so Neustadts stellvertredender Landrat Albert Nickl zur Entscheidung der Jury. Im Büro gebe es nur Gleitzeit, für Familienbelange werden immer individuelle Lösungen gesucht. So konnte etwa eine schwangere Auszubildende ihre Ausbildung in Teilzeit fortsetzen. Für Kindergartenplätze zahle Hueck einen Zuschuss und in den Ferien gebe es Betreuung für Kinder von Angestellten. Der Hueck-Geschäftsführer zur Unternehmensstrategie: „Unsere Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, wir nehmen den Preis als Anreiz, in Zukunft noch familienfreundlicher zu werden“.

Initiator Michael Richthammer (links) mit Gewinner Lars Engel (BHS)

Initiator Michael Richthammer (links) mit Gewinner Lars Engel (BHS)

Was BHS Corrugated als inhabergeführter Weltmarktführer im Bereich der Familienfreundlichkeit leiste befand die Jury für „bemerkenswert, vor allem bei einem produzierenden Unternehmen, das in etwa zwei Dutzend Ländern tätig ist“. Trotz Montagearbeiten und vieler Dienstreisen ins Ausland nehme man auf familiäre Belange Rücksicht, etwa wenn daheim Familienfeiern anstehen. Bei familiären Notlagen gebe es umfangreiche Hilfen, flexible Gleitzeit ist individuell möglich. Geschäftsführer Lars Engel: „Man muss Menschlichkeit vorleben“. Für ihn sei es eine besondere Auszeichnung, wenn Familien bereits in der dritten Generation im Unternehmen arbeiten.

Platz zwei ging an die Kliniken Nordoberpfalz.

Namensgeberin Johanna Frank

Ministerialdirektor Michael Höhenberger vom Bayerischen Ministerium für Arbeit, Soziales und Familien bezeichnete Familien „als wichtigstes Gut, das wir haben“ und betonte, dass ein familienfreundlicher Arbeitsplatz bei der jüngeren Generation mittlerweile das Kriterium Nummer eins bei der Arbeitsplatzwahl sei. Alle Redner waren sich einig in der Bedeutung familienfreudlicher Maßnahmen, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund eines ansteigenden Fachkräftemangels.

Namensgeberin des Preises, der künftig alle drei Jahre vergeben werden soll, ist Johanna Frank. Frank hatte 1893 in Weiden die erste „Kinderbewahranstalt“ gegründet, Vorläufer der heutigen Kindertagesstätten. Die Jury bestand aus Vertretern aus dem Bündnis für Familein, der Wirtschaft, IHK und Handwerkskammer, Gewerkschaft und Hochschule.

Etwa 80 Gäste, Politiker und Vertreter der Unternehmen waren zum Festakt am Schafferhof nach Neuhaus gekommen, der von der Mühlschleif-Muse aus Moosbach musikalisch umrahmt wurde.

(Bilder: OberpfalzECHO)

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2 Kommentare

  1. Da kann sich so manche Firma eine Scheibe davon ab schneiden

  2. Pingback: Gesundheits- und Krankenpfleger: 31 Neue | OberpfalzECHO

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