Weidener Firma beliefert 1860 München

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Weiden. Ozan Capan ist 20 Jahre jung und schon erfolgreicher Unternehmer. Seine Firma Samicap kennt vielleicht schon bald ganz Fußball-Deutschland. Der Weidener hat ein neuartiges Fußball-Trainingsgerät entwickelt – und einige große Vereine sind interessiert.

Von Yvonne Sengenberger

Chef Ozan Capan stellt "Samicap" in der Allianzarena vor

Chef Ozan Capan stellt „Samicap“ in der Allianz Arena vor

Offenbar kennt jetzt auch der neue 1860-Präsident Peter Cassalette („Wer kennt schon Weiden?“) die Oberpfalz. Zu verdanken haben wir das Ozan Capan (20). Der Ex-Fußballer hat ein Sportgerät entwickelt, das gerade „richtig durch die Decke geht“, so der Erfinder. Viele Fußballer seien begeistert. Manch einer, wie 1860-Mittelfeldspieler Daniel Adlung, werde in Zukunft sogar dafür werben.

Dabei ist die Firma noch nicht einmal drei Monate alt. Entstanden ist die Idee vor etwa fünf Jahren, als Capan selbst noch spielte. Beim Üben mit Papa prallte ein flach gespielter Ball gegen einen Stein und flog in hohem Bogen zurück zu Capan. Da kam ihm die Idee ein Spielgerät zu entwickeln mit dem er auch alleine trainieren konnte.

Mein Vater war es außerdem leid immer mit mir Fußball spielen zu müssen,

lacht der 20-Jährige. Schon während seiner aktiven Karriere haben er und sein Vater das Gerät immer weiter entwickelt. „Viel Zeit hatte ich da nicht, mich auf das Spielgerät zu konzentrieren“, erzählt Capan. Dennoch ist das Produkt immer weiter gereift. Anfangs war es aus Holz und ziemlich schwer. Jetzt ist es aus einer speziellen Hartplastik-Mischung – das ist leichter und witterungsbeständiger. Dann musste der gebürtige Neustädter seine Karriere wegen einer Verletzung aufgeben – und konnte sich intensiver mit seiner Erfindung auseinandersetzen.

Daniel Adlung war begeistert von dem neuen Gerät. Jetzt wirbt er sogar dafür

Daniel Adlung war begeistert von dem neuen Gerät. Jetzt wirbt er sogar dafür

Von den Sechzigern eingeladen

Zu 1860 München kam er auf Einladung. Die hatten von dem neuartigen Sportgerät gehört und wollten es einfach einmal testen. Jetzt trainieren sie beinahe täglich am „Samicap“. Und das, wie Capan erzählt, mit großer Begeisterung: „Der Trainer muss den Profispielern nicht viel erklären. Die arbeiten selbständig damit. Dadurch steigt auch die Motivation.“ Auch Kinder hätten daran viel Freude: „Das ist etwas Neues, das löst bei den Kleinen eine riesen Begeisterung aus.“

Capan zusammen mit Markus Rejek, Geschäftsführer bei 1860,

Capan zusammen mit Markus Rejek, Geschäftsführer bei 1860,

Es freut den jungen Unternehmer, das vor allem auch Privatpersonen und kleine Vereine Interesse an seiner Erfindung haben. „Die Eltern kaufen es für ihre Kinder. Das war auch die ursprüngliche Idee: Kinder auf dem Weg in die Fußballer-Karriere unterstützen!“

Im Online-Shop kann sich jeder sein eigenes „Samicap“ kaufen. Ozan Capan hat in der staden Zeit jetzt aber selbst noch einiges zu tun. Im Januar schon soll es zur größten Sportmesse, zur ISPO, nach München gehen. Dafür haben sich sogar schon ein paar Fernsehsender angekündigt – sie wollen eine Reportage mit dem Weidener Unternehmer drehen.

Auch die Jungs der SpVgg SV Weiden durften die Geräte schon testen

Auch die Jungs der SpVgg SV Weiden durften die Geräte schon testen

Den Kindern der Spielvereinigung erklät Capan noch, wie das gerät funktioniert - Profis brauchen dafür kaum Anleitung

Den Kindern der Spielvereinigung erklärt Capan noch, wie das gerät funktioniert – Profis brauchen dafür kaum Anleitung

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