Der „Wilde Will“ und seine Liebe zum Blues

Britischer „Hendrix of the Harmonica“ begeistert im ‚Salute‘-Saal

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Rothenstadt. „Der Typ war echt der Wahnsinn. Ich habe noch nie jemanden so mit der Harp spielen hören“, schwärmt Thomas Bauer, Chef des Rockmusikclubs ‚Salute‘ noch immer. Vollkommen zu Recht, denn das was „Will Wilde“ und seine Band am Wochenende auf die Saal-Bühne zauberten, war aller Ehren wert – Blues vom Feinsten eben…

Von Stephan Landgraf

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„Will Wilde“ (Mitte) und seine Band sind wahre Meister des Blues. Das zeigten sie auch im ‚Salute‘. (Bild: Landgraf)

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Die Vorband „Straight Blue“ heizte die Stimmung im vollbesetzten Saal entsprechend an, der dann durch „Will Wilde“ und seine Kumpels so richtig zum Kochen gebracht wurde. Wenn es nur eine einzige Musikbibel geben würde, wären die ersten Worte wohl: „Am Anfang war der Blues“.

Diese urwüchsige Musik hat in dem britischen Sänger und Bluesharp-Spieler „Will Wilde“ einen der faszinierendsten jungen Adepten gefunden, der es an seinem angestammten Instrument ohnehin schon zu wahrer Meisterschaft gebracht hat – das wurde im ‚Salute‘ schon nach wenigen Songs deutlich.

Seit 2010 ist „Will Wilde“ bei den British Blues Awards fünf Mal in Folge als bester Harmonika-Spieler der Insel nominiert worden. Der Musiker, der nicht umsonst auch der „Hendrix of the Harmonica“ genannt wird, ist gerade mal 26 Jahre alt und zählt längst zu den besten seines Fachs.

Seine raue Blues- und Soulstimme war in Rothenstadt ebenso eine Bank wie sein vibratoreiches Harmonika-Spiel. Mit „Nothing But Trouble“ (2007), „Unleashed“ (2011) und „Raw Blues“ (2013) hat er bislang drei Studioalben veröffentlicht, auf denen er sich auch als veritabler Komponist erwiesen hat. Songs aus diesen drei Scheiben hatte der Brite dann auch in der Oberpfalz im Gepäck.

Bei allem „Raw Blues“ erlaubte sich „Wilde“ dann doch ab und zu Abstecher zu anderen Stilen, etwa in der in eine R&B-Nummer á la Bill Withers verpackten Hasstirade „Your Days Are Numbered“ und in dem packenden Rocksong auf den Spuren von Free und Led Zeppelin, den er zusammen mit seiner Schwester Dani geschrieben hat: „Midnight Girl“. Sein Auftritt zeigte: Der Name „Will Wilde“ steht einfach für gute, ehrliche, handgemachte Musik, zu der niemand Nein sagen kann.

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