Faurecia: Runder Tisch mit Politikern und Geschäftsführung

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Trabitz/Pressath. Die Mitarbeiter von Faurecia standen heute im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde von Politiker, Arbeitnehmervertretern und Geschäftsführung im Landgasthof Kahrmühle in Pressath. Gekommen waren auch rund 150 Mitarbeiter, die endlich die Möglichkeit hatten der Geschäftführung mal ihre Meinung zu sagen. 

Eingeladen zu dem Treffen hatten der Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht und sein Landtagskollege Tobias Reiß gemeinsam mit dem Landrat Neustadt/WN Andreas Meier und der Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Sie wollten Lösungen finden für die Mitarbeiter von Faurecia. Vor dem Gespräch wurden die Politiker und die Geschäftsführung mit Helmut Freiermuth, Dr. Thomas Mentzel und Frank Oppenländer aber erst einmal von den Mitarbeitern selbst zur Rede gestellt. Auch Udo Fechtner von der IG Metall und Karl Bömmel, Betriebsratsvorsitzender Faurecia, waren zum Treffen erschienen.

Albert Ruprecht, weitere Vertreter aus der Politik und der Geschäftsführung wurden vor dem Treffen von Faurecia Mitarbeitern empfangen - allerdings nicht sehr freudig. Foto: Büro Albert Rupprecht

Albert Ruprecht hatte zum Runden Tisch geladen. Die Vertreter aus der Politik und die Geschäftsführung wurden vor dem Treffen von Faurecia Mitarbeitern empfangen – allerdings nicht sehr freudig. Foto: Büro Albert Rupprecht

Nach einem ersten Aufenthalt vor dem Landgasthof und Diskussionen mit den Mitarbeitern besprachen die Anwesenden drinnen, inwieweit die öffentlichen Institutionen die betroffenen Mitarbeiter unterstützen können. Schon gestern hatte Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch angekündigt, man wolle eine Lösung für die Arbeitnehmer finden.

Sozialplan existiert schon

Dies betrifft sowohl die von der IG Metall und dem Betriebsrats des Standorts Trabitz geforderte Transfergesellschaft als auch weitere Unterstützungsmaßnahmen wie Qualifizierungsmaßnahmen. Die Arbeitnehmervertreter haben ihre Vorstellungen über die Ausgestaltung einer Transfergesellschaft vorgetragen. Es folgte eine umfangreiche Erörterung mit allen Anwesenden. Ein Sozialplan existiert bereits.

Thematisiert wurde außerdem die Folgenutzung des Standorts nach Ende der Produktion. Das Unternehmen wird hierzu eigene Ressourcen nutzen, um die bestmögliche Nutzung durch Interessenten im engen Kontakt mit der Gemeinde Trabitz zu gewährleisten. Das bayerische Wirtschaftsministerium bietet auch hier seine Unterstützung an.

Kündigung ein „herber Schlag“

Weitere offene Fragen, die im gemeinsamen Gespräch diskutiert wurden, waren die Auszahlung der Abfindung sowie der Umgang mit der betrieblichen Altersvorsorge. „Es zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist, alle Personen an einem Tisch zu versammeln und gemeinsam die Probleme zu erörtern“, beschreibt Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht die Veranstaltung.

„Für die Mitarbeiter von Faurecia bleibt die Kündigung natürlich trotzdem ein herber Schlag, aber alle Anwesenden haben ihre Unterstützung zugesichert, um für die Betroffenen bestmögliche Lösungen zu erzielen.“ Betroffene können sich direkt an die Büros der Abgeordneten wenden, damit auch individuelle Lösungen gefunden werden können.

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