Seine Leidenschaft ist Meister Adebar

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Weiden. Jürgen Wilke schreibt und fotografiert seit elf Jahren leidenschaftlich für die Presse. Ans Herz gewachsen ist ihm aber Meister Adebar.

Von Udo Fürst

Wenn der freundliche Herr mit der umgehängten Fototasche angeradelt kommt, weiß man: Hier ist gleich eine Veranstaltung, über die man bald in der Rundschau lesen wird. Seit elf Jahren arbeitet er für sie. Vorher schrieb und fotografierte Wilke für die Oberpfälzer Nachrichten“, die es seit 2005 nicht mehr gibt.

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Jürgen Wilke wie er leibt und lebt: immer auf der Suche nach einem Schnappschuss. Foto: Udo Fürst

Jürgen Wilke wie er leibt und lebt: immer auf der Suche nach einem Schnappschuss. Foto: Udo Fürst

Trotz seiner 79 Jahre scheut sich der ehemalige Fahrschullehrer vor keinem Termin, kein Weg ist ihm zu weit, wenn er oft dreimal am Tag quer durch die Stadt zum nächsten Event radelt. Außer seiner späten Berufung zum Journalisten und seiner Liebe zu den sechs Enkeln zwischen sieben und 26 Jahren hat das Weidener Urgestein noch eine große Leidenschaft: Das Fotografieren und Beobachten von Vögeln im Allgemeinen und das von Störchen im Besonderen.

Es gibt in Weiden und Umgebung wohl kaum jemanden, der sich so intensiv mit dem Thema „Storch“ und seinen Geschichten in der Max-Reger-Stadt befasst wie Jürgen Wilke. „Mich hat schon als Schüler alles interessiert, was da so kreucht und fleucht“, erklärt er seine Passion und erinnert sich, dass er als Junge Förster oder Pilot werden wollte.

Landung auf dem Dach des Alten Rathauses in Weiden. Eines von vielen Storchenfotos, die Jürgen Wilke geschossen hat.

Landung auf dem Dach des Alten Rathauses in Weiden. Eines von vielen Storchenfotos, die Jürgen Wilke geschossen hat.

Es begann im Jahre 2004. Wilke fotografierte die ersten Störche im Horst auf dem Alten Rathaus. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sammelte er die besten Fotos und Begebenheiten von Freund Adebar und anderen Vögeln in Weiden und in der Region. Im Herbst 2013 erschien dann Jürgen Wilkes „Storchenbuch“. Darin aufgeschrieben beziehungsweise abgebildet sind allerlei Geschichten und Anekdoten sowie wunderschöne Fotos um allerlei Federvieh wie Blaumeisen, Turmfalken, Dohlen, Schwarzstörche, Pelikane und – natürlich – um den Weißstorch.

„Weiden ist seit Jahrhunderten Geburtsort vieler Weißstörche. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1576 zurück“, leitet der Autor sein „Storchenbuch“ ein, dessen Dutzende professionelle Fotos so manch spannende Geschichte erzählen.

Erhältlich ist das Buch in der Buchhandlung Stangl &Taubald in Weiden oder bei Jürgen Wilke in der Scheibenstraße 4 in Weiden (09 61) 3 63 69).

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