Generalsanierung der Schule kein Pappenstiel

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Floß. Bei der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule steht zum jetzigen Zeitpunkt nur eines fest: Aus der Portokasse wird der Markt die Maßnahme nicht finanzieren können. Indes drängt die Zeit. Soll 2017 begonnen werden, muss der Förderantrag bis 30. November gestellt werden.

Auf 5,3 Millionen Euro beläuft sich die aktuelle Kostenschätzung der beauftragen Architekten. Die Dömges Architekten aus Regensburg und Markus Götz Architektur aus Neustadt gingen mit ihrer gemeinsamen Bewerbung im Wettbewerbsverfahren als Ausschreibungsgewinner hervor. In der Bauausschusssitzung stellten Thomas Eckert, Vorstand der Dömges Architekten, und Markus Götz ihr Raumprogramm vor. Demnach sollen Grundschule und Verwaltung künftig im leicht gebogenen Gebäude an der Schulstraße untergebracht werden, während die Mittelschule im zurückgesetzten und mittels Verbindungsgang angeschlossenen Gebäude Platz findet. Der kleinere Anbau an die Turnhalle soll für die Schulküche und die Ganztagsbetreuung der Grundschüler genutzt werden.

Selber kochen oder Essen anliefern?

Apropos Schulküche: Das ist aktuell noch eine vollausgestattete Küche in der gekocht wird. Die Neuplanung sieht eine reine Ausgabeküche mit Anlieferung der Speisen vor. Hauswirtschaftsunterricht oder die Zubereitung frischer Gerichte für Veranstaltungen in der Turnhalle oder Aula wären so nicht mehr möglich. „Klar wird das nicht gefördert, aber ich meine als Gemeinde muss man sich das schon überlegen, ob man da nicht investieren will“, warb Schulleiter Peter Steigner für eine vollständige Schulküche.

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Weiterer Diskussionspunkt: Soll die Generalsanierung im laufenden Schulbetrieb in Bauabschnitten durchgeführt werden, oder ist eine Auslagerung in das jeweils andere Gebäude und nach Flossenbürg ratsam? „Man weiß, dass eine laufende Baustelle für den Schulbetrieb unangenehm ist. Es dauert länger und wir haben zusätzliche Maßnahmen“, erklärte Architekt Eckert. „Es dauert zweimal so lange und billiger wird es dadurch bestimmt nicht“, warb Rektor Steigner für die Umsetzung en bloc.

Sanierung für Überraschungen gut

Und die Kosten? „Bei Sanierungen ist es eher so, dass man immer wieder in Überraschungen sticht“, sagte Eckert. „Mehr kann man nach jetzigem Planungs- und Kostenschätzungsstand nicht sagen. Wir betrachten das aber lieber gleich realistisch“, betonte Architekt Götz. Bürgermeister Günter Stich betont, dass es sich bislang um vage Planungen und Kostenschätzungen handelt und insbesondere noch die schulaufsichtsrechtliche Genehmigung notwendig ist. Die Regierung der Oberpfalz habe aber bereits durchblicken lassen, dass sie ihr OK geben kann. Förderung gibt es wohl nur 50 Prozent auf die Gesamtsumme. „Der Gemeinde geht es zu gut“, schlussfolgerte Stich.

Besser gleich ein Neubau?

Und wie wär’s mit einem Neubau? Grundsätzlich gelte eine Sanierung solange als wirtschaftlich, wie sie 80 Prozent der Kosten eines Neubaus nicht übersteigt. Die Architekten kalkulieren für einen Neubau knapp 7,6 Millionen Euro. Die geschätzten Sanierungskosten in Höhe von 5,3 Millionen Euro liegen bei rund 70 Prozent der Neubaukosten. Außerdem müsste kleiner gebaut werden. Hat eine Klasse bislang circa 30 Quadratmeter würden bei einem Neubau nur noch rund 25 Quadratmeter gefördert. Der Förderantrag jedenfalls soll rechtzeitig bis Ende November gestellt werden.

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