Vermisster Labrador-Mix Aki endlich wieder zu Hause

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Leuchtenberg/Lückenrieth. Aki ist wieder zu Hause. Der Labrador-Mix ist am 14. Oktober aus seinem Zwinger in Lückenrieth verschwunden

Die intensiven Ermittlungen der Polizei führten zum Erfolg. Am Mittwoch konnte der Hund an die Beamten in Weiden übergeben werden. Danach wurde Aki erst einmal tierärztlich behandelt, ist aber wohlauf. Seine Familie konnte den Labrador-Mix gestern Abend endlich wieder in die Arme schließen. Nach fast vierwöchiger Trennung waren alle sichtlich von dem Wiedersehen ergriffen.

Aki wedelte begeistert mit dem Schwanz,

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so heißt es in dem Polizeibericht. Kriminalhauptkommissar Andreas Schieder bedankt sich im Namen der Vohenstraußer Polizei bei den Weidener Kollegen für die tatkräftige Unterstützung und den glücklichen Ausgang der Geschichte. Über den Ausgang des Strafverfahrens hat nun die Staatsanwaltschaft zu entscheiden.

 

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5 Kommentare

  1. das war Akis zu Hause…. seit über 10 Jahren. Diesen Zwinger hat er und seine Mutter, deren Siechtum bis zum Tode grausam war, nie verlassen dürfen.
    Es war meine Pflicht ihm zu helfen, als er es nach unzähligen Versuchen geschafft hat rauszukommen.
    Staatsanwaltschaft und die ermittelnde Polizei Vohenstrauß waren mit einer Begutachtung der Gegebenheiten durch einen Hundeexperten einverstanden. Bei dem Termin der Amtstierärtztin von Weiden, kam es nicht zum Gutachten, sondern zur Beschlagnahmung von Aki, wo er wieder seinem Besitzer und dessen Frau ausgeliefert ist .

  2. Es ist bewundernswert, wie selbstlos sich manche Menschen für Tiere einsetzen. Ich rede aber weder von der Polizei noch von den Besitzern oder der Tierärztin. Als Belohnung für ein Handeln aus moralischem Gewissenszwang gibt es Strafverfolgung. Ich beantrage Freispruch für die Befreierin wegen rechtfertigendem Notstand. #freeaki

  3. Gottseidank ist er wieder zuhause und kann jeden Tag auf der Wiese laufen und spielen, andere Hunde kennenlernen und leben wie eben ein Hund leben sollte. Endlich wird jeder Tag wieder zu Freude und er muss nicht jeden Tag an dem Ort liegen, dort wo seine Mutter gestorben ist. Er bekommt jetzt wieder regelmäßig seine Spaziergänge und er wird jeden Tag geschult und lernt neue Dinge kennen.

    -Sarkasmus aus-

    Aber hat ja mit dem schwanz gewedelt … Na dann

  4. Seit 40 Jahren teile ich mein Zuhause ständig mit mindestens einem Hund und verfüge also über genug Erfahrung, um die Angaben der ach so fürsorglichen Besitzer von Aki in Zweifel zu ziehen.
    Den in der Vermisstenmeldung als muskulös beschriebenen Rüden habe ich am Abend seines Verschwindens zum ersten Mal gesehen. Muskulös waren an ihm nur Gesäß und Hinterbeine. Kein Wunder, stand er doch nach Aussagen der Nachbarn meistens auf den Hinterläufen winselnd am Zaun seines Zwingers. Der restliche Körper war das krasse Gegenteil, Beckenknochen, jede Rippe und jeder Wirbel zeichneten sich deutlich ab. Am Ende seiner kurzen Freiheit war Aki dank ausreichender und qualitativ hochwertiger Fütterung zwar immer noch schlank, aber wenigstens nicht mehr klapperdürr.
    Beim besten Willen nicht vorstellen kann ich mir, dass dieser Hund von seinem Besitzer mit auf die Jagd genommen wurde. Dazu müsste er ja wohl abgerichtet worden sein. Doch reagierte Aki weder auf Sitz, Platz, Down noch sonst eines der üblichen Kommandos, was wie manch andere Verhaltensweise eher darauf schließen lässt, dass man sich nur wenig mit ihm abgegeben hat.
    Umso dankbarer war er nun für jeden Körperkontakt, für jede Streicheleinheit, für jedes noch so kleine Zeichen der Aufmerksamkeit.
    Und es war eine Freude zu sehen, wie Aki seiner Protektorin von Anfang an blind vertraute. Wie er allmählich auch anderen Menschen gegenüber Zutrauen fasste. Wie er es genoss, in Begleitung anderer Hunde ausgiebig spazieren zu gehen, zu spielen, dem Ball hinterher zu flitzen, einmal echte Freiheit ohne Einschränkung durch Leine oder Gitterstäbe zu erfahren.

    Wie haben wir uns gefreut, dass dieser durch und durch gutmütige Hund nach all den Jahren im Zwinger das auf seine alten Tage noch erleben durfte. Und wie waren wir traurig über die Nachricht, dass er nach nur 4 Wochen beschlagnahmt und nach Lückenrieth zurückgebracht wurde. Dabei habe er mit dem Schwanz gewedelt, heißt es. Wie, das steht im Polizeibericht leider nicht. Ob erhobenen Hauptes oder mit geducktem Kopf und abgesenkter Rute. Denn das würde verraten, wie groß Akis Wiedersehensfreude wirklich war.
    Von Natur aus braucht ein Hund viel Bewegung – seine Vorfahren legten auf
    ihren Beutezügen täglich zig Kilometer zurück – und er braucht engen sozialen Kontakt, denn er ist ein Rudeltier. Trotzdem lässt es der Gesetzgeber immer noch zu, dass viele Artgenossen den Großteil ihres Lebens in „Einzelhaft“ dahinvegetieren müssen. So lange dies juristisch erlaubt ist, bleibt nur der Gewissensappell, ob man es moralisch verantworten kann, ein so hochsozialisiertes Mitgeschöpf einfach wegzusperren. Für Aki hoffe ich inständig, dass ihm dies künftig erspart bleibt. Und dass man ihm endlich die Zeit, Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt, die dieses liebenswürdige Tier so nötig braucht.

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