„Das richtige Leben“ – Ein Film, der zum Nachdenken anregt

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Weiden. Drogenschmuggel ist ein großes Problem, besonders in Gebieten, die direkt an der tschechischen Grenze liegen. Davon handelt auch der (Liebes-)Film „Das richtige Leben“. Zwar gingen so manche Meinung bei der Diskussionsrunde nach der Filmvorführung im Neue Welt Kinocenter auseinander, doch traf der Regisseur Robert Heber mit dem Film genau ins Schwarze. 

Von Jürgen Masching 

Need NO Speed "Das richtige Leben" Kino

Von links nach rechts: Thomas Bauer, Gerhard Krones, Jürgen Meyer, Theresa Sowa, Regisseur Robert Heber, Harald Zintl, Peter Schönberger und Agnes Scharnetzky

Am Mittwochabend wurde im Neue Welt Kinocenter in Weiden ein nicht alltäglicher Film gezeigt. Initiator war Need NO Speed im Rahmen der Weidener Filmgespräche. In einem gut gefüllten Saal sah man den Film „Das richtige Leben“, der zum Nachdenken anregte, vor allem, wenn man die Problematik in unserem Gebiet sieht.

Need NO Speed "Das richtige Leben" Kino

Die Handlung des Filmes spielte in einem Dorf an der deutsch-tschechischen Grenze in Sachsen. Erzählt wird die Liebesgeschichte von Tommy (19) aus sozial schwachen Verhältnissen und Julia (18) aus wohlhabendem Elternhaus. Julia wird von Tommy unerwartet schwanger. Gegen den Willen ihrer Eltern entscheiden sich die beiden für das Kind und versuchen sich eine eigene Zukunft aufzubauen. Weil das Geld als Bäckerlehrling knapp ist, lässt Tommy sich auf einen folgenschweren Deal ein: Er schmuggelt die Droge Crystal Meth über die nahe tschechische Grenze. Dabei macht er zwar viel Geld, doch mit seiner Verbindung zur organisierten Kriminalität stellt er die Beziehung zu Julia auf eine schwere Probe.

Könnte man zu Beginn noch meinen, dass es einer modernen Romeo und Julia Verfilmung ähnelt, ändert man seine Meinung im Laufe des Filmes sehr schnell. Man erkennt die verschiedenen Probleme der Hauptcharaktere. Ob es nun um die Abtreibung oder die finanziellen Schwierigkeiten geht. All das hatte der Regisseur Robert Heber gezielt dargestellt und dem Zuschauer so übermittelt.

Am Ende ist es ein „Scherbenhaufen“ oder auch nicht, wie manche im Anschluss in einer von Radio Ramasuri Moderator Jürgen Meyer geführten Diskussion meinten. Heber, der selbst zu Antworten bereit stand, meinte, er hatte sich wohl bedacht auf diesen Film vorbereitet und er wurde auch so, wie er sich ihn vorgestellt hatte.

Das richtige Leben? Es bleibt ein dumpfes Gefühl zurück – weil Vieles genauso ist.

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Fotos: Jürgen Masching

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