Im Schrank versteckt: Streit endet in psychiatrischer Klinik

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Weiden. Die Weidener Polizei musste gestern als Streitschlichter anrücken. Einer der beiden Männer verletzte sich nach seiner Festnahme selbst und die Polizei brachte ihn deshalb in eine psychiatrische Klinik.

Gegen 21:40 Uhr ging bei der Weidener Polizei die Meldung ein, dass aus einem Fenster einer Flüchtlingsunterkunft Möbel geworfen würden. Außerdem erzählte der Mitteiler, dass es dort auch zuvor schon recht laut zuging.

Als eine Streife anrückte erzählte ein Mann (40), dass ein anderer Bewohner mit einer zerbrochenen Glasflasche auf ihn losgegangen sei. Dabei zog sich der 40-Jährige eine Schnittverletzung an der Hand zu. Von dem Übeltäter fehlte aber jede Spur. Der Mann führte die Beamten zu einem Schrank. Darin hatte sich der 20-jährige Angreifer versteckt.

Angreifer versucht sich selbst zu verletzen

Die Polizisten nahmen den Mann vorläufig wegen gefährlicher Körperverletzung fest. Sie fesselten ihn und brachten ihn in die Polizeiinspektion. Dort behauptete er, dass er bei der Festnahme verletzt wurde. Die Polizei alarmierte daraufhin den Rettungsdienst. Plötzlich schlug der Mann heftig mit seinem Kopf gegen die Wand. Um die Selbstverletzungen zu unterbinden, brachten die Beamten den jungen Kerl zu Boden. Aber auch dort hörte er nicht auf, sondern schlug weiter mit dem Kopf auf den Fliesenboden. Erst durch weitere Fesseln konnten die Polizisten die Handlungen unterbinden.

Wegen seines Verhaltens lieferten die Beamten den Mann in eine psychiatrische Klinik ein. Trotzdem wird er sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen.

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