Saisonaus für die Blue Devils nach 3:4

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Weiden. Mit aller Macht stemmten sich die Blue Devils am Freitagabend gegen die drohende Sommerpause und wollten mit einem Sieg am Sonntag Spiel fünf in Selb erzwingen. Am Ende wurde der große Kampf in der ausverkauften Hans-Schröpf-Arena jedoch nicht belohnt und die Oberfranken zogen durch ein 4:3 ins bundesweite Viertelfinale ein.

Von Chris Sternitzke

Blue Devils unterliegen beim Derby gegen Selb

Den 2.560 Zuschauern im Weidener Eisstadion, die für eine prächtige Stimmung sorgten, bot sich bis zum Ende eine spannende Partie. Zum Schluss setzte sich aber die größere Qualität der Selber Wölfe durch, die sich durch gnadenlos effektives Überzahlspiel und zwei Doppelschläge den notwendigen dritten Erfolg holten und Weiden damit in die Sommerpause schickten.

Bärenstarkes erstes Drittel

Vom Anfangsbully weg zeigten sich die Nordoberpfälzer ohne den gesperrten Patrick Schmid hoch konzentriert und mit viel Schwung nach vorne. So durften die Fans der „Blau-Weißen“ bereits in der vierten Minute jubeln. Kapitän Ales Jirik überraschte den Schlussmann der Oberfranken „kalt“ und markierte das 1:0. Auch in der Folgezeit hatten die Blue Devils deutliche Vorteile und gute Möglichkeiten, die favorisierten Porzellanstädter hatten im ersten Abschnitt große Probleme mit den Hausherren. In der 17. Minute baute der Kanadier Matt Abercrombie in Überzahl die Führung per Schlenzer zum 2:0-Pausenstand aus.

Doppelschlag in Überzahl

Im mittleren Abschnitt wurde das Auswärtsteam etwas stärker und hatte deutlich mehr Scheibenbesitz als die Nordoberpfälzer. Dennoch agierten die Weidener zunächst clever in der Defensive und verhinderten eine Flut an gefährlichen Chancen. Wenn es dennoch brenzlig wurde, war der starke Förderlizenz-„Goalie“ Philip Lehr zur Stelle. Großen, wenn nicht entscheidenden Anteil am negativen Ausgang für den EVW, hatten zwei Überzahlspiele der Wölfe in der Endphase des zweiten Drittels. Als Thomas Schreier in der „Kühlbox“ saß, dauerte es nur zehn Sekunden und Piwowarczyk (35.) sorgte für den Anschluss. Wenige Minuten war es erneut Schreier, der für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Erneut war die Mannschaft von Henry Thom eiskalt, und „Oldie“ Peter Hendrikson stellte den Gleichstand (38.) her.

Nach Führung durch erneuten Doppelschlag im Hintertreffen

Im letzten Abschnitt agierten die Gäste mit viel Druck und brachten den EVW in sichtliche Schwierigkeiten, so war der erneute Führungstreffer für den Gastgeber in der 45. Minute eine Überraschung. Die Devils nutzten in Form von Marcel Waldowsky eine VER-Unachtsamkeit zum 3:2 aus. In der Folgezeit zeigte Philip Lehr eine Reihe von starken Paraden, doch in der 53. Minute war selbst er beim Ausgleich von Michael Dorr machtlos. Nur wenige Augenblicke später stellte Selb mit dem 4:3 durch Jared Mudryk die Weichen auf Viertelfinaleinzug. 1:45 vor Schluss zog Coach Markus Berwanger seine letzte Option und nahm Philip Lehr für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen, der Pfosten verhinderte kurz vor dem Ende die Verlängerung.

Statistik: 1. EV Weiden – VER Selb 3:4 (2:0) (0:2) (1:2)
Tore: 1:0 (4.) Ales Jirik (Martin Heinisch, Ralf Herbst) 2:0 (17./5-4) Matt Abercrombie (Daniel Sevo, Marcel Waldowsky), 2:1 (35./5-4) Kyle Piwowarczyk (Herbert Geisberger, Jared Mudryk), 2:2 (38./5-4.) Peter Hendrikson (Florian Ondruschka, Jared Mudryk), 3:2 (45.) Marcel Waldowsky (Matt Abercrombie, Daniel Sevo), 3:3 (53.) Michael Dorr (Landon Gare, Sebastian Stefaniszin), 4:3 (54.) Jared Mudryk (Herbert Geisberger, Florian Ondruschka) – Überzahlspiele: Weiden 1/3 – Selb 2/2 Strafminuten: Weiden 8 – Selb 10 – Zuschauer: 2560 (ausverkauft) – HSR: Ulpi Sicorschi

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