„Der Hedwigs-Codex von 1353“: Schlesien als deutscher Kulturraum

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Weiden. In Weiden ist eine neue Ausstellung zu sehen: „Der Hedwigs-Codex von 1353“ soll vor allem an das Schlesien erinnern, dass vor 800 Jahren einmal deutscher Kulturraum war.

Seit Montag kann man sich im Foyer des Neuen Rathauses die Ausstellung „Der Hedwigs-Codex von 1353“ ansehen. Unter Anwesenheit von Kulturamtsleiterin, Petra Vorsatz, wurde sie um 11.00 Uhr eröffnet. Dabei verwies sie auf die Verbindungen der einstigen bayerischen Herzogstochter Hedwig von Andex-Meran und späteren Schlesischen Landesmutter.

Auch Lothar Fischer, Vorsitzender der Ortsgruppe Weiden und Landeskulturreferent der Landsmannschaft Schlesien in Bayern war zur Eröffnung gekommen. Er referierte über den Anlass der Ausstellung und die Entstehung des Codex.

Hintergrund der Ausstellung

Der Hintergrund für die Ausstellung soll sein, an Schlesien als 800-jährigen deutschen Kulturraum zu erinnern und das Vermächtnis dieser einst reichsten deutschen Provinz zu bewahren. Seit dieses deutsche Land an der Oder 1945 als „Kriegsbeute“ für Deutschland verloren ging, sind vielen Bürgern und unter ihnen besonders der Jugend nach nunmehr 70 Jahren die geschichtlichen Zusammenhänge nicht mehr bewusst. Vielfach wird im heute polnischen Schlesien nur noch ein Teil Polens gesehen, wobei die über acht Jahrhunderte deutsche Aufbau- und Entwicklungsleistung völlig untergeht.

Gegen diese Gefahr des Vergessens wollen die Schlesische Landmannschaft und mit ihr die Ortsgruppe Weiden etwas tun. Zugleich soll an jahrhundertealte Verbindungen zu Bayern erinnert werden. Interessierte Bürger sind dabei gerne eingeladen und die Öffentlichkeit wird gebeten, sich im Monat August zu informieren. Die Roll-Ups sind von außen einzusehen. Ein Betreten des Gebäudes ist nicht notwendig.

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