OTH Amberg-Weiden eine von vier Pilothochschulen

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Weiden. Die OTH Amberg-Weiden zählt zu den ausgewählten bayerischen Pilothochschulen des Projekts „Nachhaltige Hochschule: Kriterien zur Bestandsaufnahme“.

An der Präsentation der Projektergebnisse im bayerischen Umweltministerium nahmen von der OTH Amberg-Weiden Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug (fünfte von links) und Prof. Dr. Bernhard Bleyer (zweiter von rechts) teil. Bild: Armbrecht/Bay. Umweltministerium

Das Ziel des Projektes bestand in der Entwicklung eines Kriterienkatalogs zu Nachhaltigkeitsaspekten an Hochschulen sowie in der Identifizierung von Faktoren, die Hochschulen bei der Implementierung von Nachhaltigkeit unterstützen bzw. hemmen. Die Studie, welche die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und vier Pilothochschulen in Bayern durchführte, wurde nun im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz präsentiert.

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Beispielhaft für andere Hochschulen entwickelte das Forscherteam gemeinsam mit der Universität Bayreuth, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, der Technischen Hochschule Deggendorf und der Hochschule Neu-Ulm Kriterien für Nachhaltigkeit in den Bereichen Forschung, Lehre, Betrieb, Governance, Transfer und Studierende.

Nachhaltigkeit an Hochschulen

Nachhaltigkeit wird demnach als ein Querschnittsthema gesehen, welches alle Bereiche von Hochschulen umfasst. Im Bereich Forschung werden die vielschichtigen Herausforderungen einer umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung, wie ressourcengerechtes und klimaverträgliches Handeln, adressiert, wobei sich auch neue Formen der Zusammenarbeit wissenschaftlicher Disziplinen anbieten.

In der Lehre bedürfe es weiterer Anreize, fachübergreifende Formate zu implementieren. Zudem sei es erforderlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur Teil des Ressourcenmanagements, sondern der jeweiligen Hochschulkultur werde.

Hochschulen lernen voneinander

Alle Pilothochschulen fühlten sich durch das Projekt gestärkt, den Weg hin zu einer nachhaltigeren Hochschule weiter fortzusetzen. Sie nannten verschiedene Aspekte, die sie derzeit daran hindern, ihrem Selbstverständnis von Nachhaltigkeit besser gerecht zu werden.

So konstatieren die Hochschulen gegenwärtig einen Mangel an Fachpersonal, fehlende Förderprogramme sowie einen noch zu geringen Stellenwert von Nachhaltigkeit auf politischer Ebene. Daher wollen die sechs Hochschulen weiterhin eng kooperieren, um voneinander zu lernen und gemeinsam die Rahmenbedingungen für mehr Nachhaltigkeit an bayerischen Hochschulen zu stärken.

Hochschule Amberg-Weiden gut aufgestellt

Die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden Prof. Dr. Andrea Klug ist nach der Abschlusspräsentation überzeugt: „Die Beteiligung am Projekt hat uns gezeigt, dass wir an unserer Hochschule bereits über etablierte institutionelle Strukturen und Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit verfügen.“ Aus diesem Grund haben sie seit 2012 ein zentrales Institut für Nachhaltigkeit unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Bleyer eingerichtet.

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Hochschulleitung über die Zuständigkeit von Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach verankert. Zur nachhaltigen Entwicklung haben sie auch eine Hochschulstrategie entwickelt. Dadurch konnten sie auch mehrfach Auszeichnungen entgegennehmen wie „Fairtade University“. Prof. Dr. Andrea Klug ist davon überzeugt:

Das Projekt hat uns gezeigt, dass wir in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sind.

Nähere Informationen zum Projekt, der ausführliche Kriterienkatalog sowie das Verständnis von Nachhaltigkeit, findet man hier.

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