Alte Kanone im neuen Glanz

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Grafenwöhr. Altes erstrahlt in neuem Glanz: In der Malerwerkstatt der US-Garnisonsinstandsetzung hat Maler Rudi Breit eine historische Kanone restauriert und dabei hervorragende Arbeit geleistet – von Command Sergeant Major (CSM), Robert G. Todd und Oberstleutnant Florian Rommel gab es für ihn und seinen Vorgesetzten allerbesten Dank. 

Von Gerald Morgenstern

Krupp Kanone restauriert Truppenübungsplatz Grafenwöhr Rudi Brei

Maler Rudi Breit (Mitte) hat die historische Krupp Kanone restauriert, sie soll später vor dem Wasserturm an den „ersten Schuss“ erinnern. CSM Robert G. Todd (von rechts), Direktorin Stephanie Kramer, Meister Anton Gnauck und Oberstleutnant Florian Rommel freuten sich über die gelungene Arbeit.

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Eine Haubitze aus der Waffenschmiede Krupp gab am 30. Juni 1910 den ersten Artillerieschuss auf dem Truppenübungsplatz ab – ein ähnliches Geschütz ist nun von der US-Armee restauriert worden. Für Rudi Breit war es eine besondere und außergewöhnliche Aufgabe. Wo sonst LKWs und Gerätschaften der US-Garnisonsverwaltung lackiert werden, restaurierte er die aus dem Jahr 1905 stammende Krupp-Kanone. Knapp 40 Arbeitsstunden musste er in das Herrichten der demilitarisierten und nicht mehr schussfähigen Kanone investieren. Dabei galt es die alte Farbe komplett zu entfernen und metallische Teile blank zu schleifen.

Alte Kanone „wieder in Schuss“

Mit viel Liebe zum Detail restaurierte er die noch funktionsfähige Optik und Zieleinrichtung und machte die beweglichen Teile und Stellräder wieder gängig. Zu guter Letzt lackierte er die gesamte Kanone. Unterstützung und Zustimmung gab es für die Arbeit von der Direktorin der Instandsetzungsabteilung, Stephanie Kramer und Meister Anton Gnauck. Initiator für die Restaurierung war der Command Sergeant Major der US-Armee Garnison Bavaria, Robert G. Todd.

Krupp Kanone restauriert Truppenübungsplatz Grafenwöhr Rudi Brei

Mit viel Liebe zum Detail restaurierte Rudi Breit die Krupp-Kanone.

Eines seiner Projekte ist die Aufstellung von alten und historischen Militärfahrzeugen auf dem Paradeplatz unter dem Wasserturm. Dort soll das historische Geschütz seinen Platz finden und an die offizielle Geburtsstunde des Übungsplatzes erinnern. Allerdings ist zum Schutz des über 110 Jahre alten Geschützes noch der Bau eines Pavillons notwendig. Diese Aufgabe muss Robert Todd allerdings an seinen Nachfolger übergeben, der seine Amtsgeschäfte übernimmt. Die Krupp-Kanone, die ehemals im Militärmuseum in Grafenwöhr stand, wird nach Fertigstellung des Wetterschutzes dann offiziell von Stadt, Museum und Bundeswehr als Leihgabe übergeben.


Krupp Kanone restauriert Truppenübungsplatz Grafenwöhr Rudi Brei

Bilder: Gerald Morgenstern

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Ein Kommentar

  1. Gratulation zur gelungenen Restaurierung.

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