Ein „Meilenstein der Zeit“ für Weiden

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Weiden. Ein Meilenstein für Weiden: Vor der Weidener Sparkassen-Filiale am Schlörplatz wurde jetzt ein Meilenstein enthüllt, der Max Reger gewidmet wurde.

Von Jürgen Wilke

Die Initiatioren des Meilensteins Sparkasse Bild Jürgen Wilke

Der Meilenstein ist Max Reger gewidmet. 

Vor der Weidener Sparkassen-Filiale am Schlörplatz steht jetzt ein „Meilenstein der Geschichte“ mit Informationstafel. Die „Meilensteine der Zeit“ sind Teil des „Interkommunalen, grenzüberschreitenden Begleitprogramms zur Landesausstellung Karl IV. Am Festakt nahmen teil: Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz, Ida Petioka und Alfred Wolf, beide vom Geschichtspark Bärnau-Tachov, Rainer Christoph, Vorsitzender des „Förderverein Goldene Straße“, Dr. Horst Petzold sowie der Künstler Günter Mauermann mit Gattin Gudrun.

„Goldene Straße“ bereits seit 1565 bekannt

Meilenstein der Geschichte vor der Sparkasse am Schlörplatz in Weiden

Günter Mauermann hat den Meilenstein entworfen.

Mauermann schuf den Gedenkstein aus dem gleichen roten Sandstein, der auch für den Bau des Mainzer Domes verwendet wurde. Die Goldene Straße, die als Landverbindung zwischen Nürnberg und Prag galt, hat in den vergangenen Jahren durch die Initiative des tschechischen Vereins Terra Tachovia eine eindrucksvolle Bereicherung erfahren.

Der Name „Goldene Straße“ tritt bereits in einer Urkunde vom Jahr 1565 auf. Am Schlörplatz in Weiden kreuzte die Goldene Straße eine Altstraße, die von Pressath über Parkstein und Leuchtenberg nach Eslarn weiterführte. Heute ist die Goldene Straße nach dem Limes das längste Bodendenkmal Deutschlands. Von Breslau über Prag, Nürnberg, Frankfurt am Main, Mainz, Trier bis Luxemburg entsteht ein einmaliges grenzüberschreitendes Band an Kunstwerken, das in nachhaltiger Weise eine Brücke zwischen den Ländern bildet und die jahrhundertlange enge kulturelle Verbindung wiederbelebt.

Ein Meilenstein für Max Reger

Im Zuge dieses Projekts sollen nach Beendigung 35 „Meilensteine“ stehen. Der Meilenstein in Weiden ist dem großen Sohn der Stadt Max Reger (1873 bis 1916) gewidmet. Dargestellt sind stilisierte Orgelpfeifen, die Lebensdaten Max Regers und sein Zitat vom „Akkordarbeiter“. Stadtarchivarin Petra Vorsatz betonte, dass man sich als Standort bewusst für den Platz vor dem ehemaligen Gasthof „Schwarzer Bär“ entschieden habe, weil Max Reger dort gerne und oft eingekehrt sei und der Platz vor der Sparkassenfiliale ein geeigneter Ort an der historischen Goldenen Straße ist.

Der Gasthof „Schwarzer Bär“

Meilenstein der Geschichte vor der Sparkasse am Schlörplatz in Weiden

Vor etwa 380 Jahren wurde der Name des Gasthofes „Schwarzer Bär“ bereits erwähnt. In einem Band der Schriftenreihe „Oberpfälzer Heimat“ heißt es dazu unter anderem: „Der Schwarze Bär in der einstigen Lederervorstadt in Weiden hat heute die Bezeichnung Schlörplatz Hausnummer 8. Umbraust vom Durchgangsverkehr dieser Straßenkreuzung erzählen seine mächtigen Gebäude vom alten Tafernwirtshaus (von Taverne) und von den Reisenden, die einst hier nächtigten. Jahrhundertelang haben die Fuhrleute ihre Pferde und Zugochsen in den geräumigen Stallungen des Schwarzen Bären untergestellt und hier gastliche Einkehr gehalten.“

Der Verein Via Carolina, der Trägerverein des Geschichtsparks Bärnau-Tachov, organisiert, bewirbt und präsentiert dieses deutsch-tschechische Begleitprogramm. Mit Unterstützung des Kulturfonds Bayern und des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, bindet das Programm Städte und Gemeinden an der „Goldenen Straße“ mit ein.

Meilenstein der Geschichte vor der Sparkasse am Schlörplatz in Weiden

Meilenstein der Geschichte vor der Sparkasse am Schlörplatz in Weiden

Bilder: Jürgen Wilke

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