Für tolle Leistung ausgezeichnet: Kulturpreis für Kunstverein Weiden

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Weiden. Der Kunstverein Weiden konnte den Bezirkstag mit seiner Leistung überzeugen. Für die vielen unterschiedlichen Projekte zeichneten sie nun den Verein mit dem Kulturpreis aus. 

Von Jürgen Wilke

Kunstverein Weiden, Wolfgang Herzer

Wolfgang Herzer konnte die Urkunde für herausragende Leistungen für den Kunstverein Weiden entgegennehmen. Bild: Jürgen Wilke

„Der Kunstverein Weiden e.V.“ hat im Bereich Galerien herausragende Leistungen erbracht. Ihm wurde deshalb mit Beschluss vom 4. Juli 2017 der Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz 2017 verliehen.“ So steht es in der Urkunde. Bezirkstagspräsident Franz Löffler unterschrieb diese und überreichte sie dem Vorsitzendem des Kunstvereins Weiden Wolfgang Herzer in Ursensollen.

Seit dem Jahr 2000 verleiht der Bezirk Oberpfalz jährlich in drei unterschiedlichen Kategorien seinen Kulturpreis. Im Jahr 2013 ist der Denkmalpreis als eigenständige Auszeichnung für die gelungene Sanierung denkmalgeschützter Gebäude hinzugekommen. Die Verleihung der Preise wird gemeinsam durchgeführt und zählt zu den Höhepunkten im Veranstaltungsjahr des Bezirks Oberpfalz. Gleich drei Organisationen durften sich über den Kulturpreis in diesem Jahr freuen: der Kunstverein Weiden, die Musikkapelle Ursensolln und die Theatergruppe St. Anton Regensburg.

Kultur ist ein wichtiges Spiegelbild der Gesellschaft.

„Deshalb ist es uns wichtig, dass wir die kulturellen Akteure, die eine herausragende Leistung bringen, auch auszeichnen. Und das machen wir mit dem Kulturpreis, der bereits im 17. Jahr in Folge ausgelobt wurde“, so Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Die Verleihung der Preise fand im Kultur- und Begegnunszentrum „Kubus“ in Ursensolln statt. Die Musikkapelle des Ortes übernahm dabei den musikalischen Part der Feier.

3.500 Euro für soziale Projekte

Gewinner des Kulturpreises erhalten 3.500 Euro, dass sie oft gleich in neue Projekte investieren. Der Vorsitzende des Kunstverein Weiden e.V., Wolfgang Herzer, sagte dazu: „Wir planen ein soziales Projekt zum Thema Wackersdorf. Was in den 1980er Jahren in Wackersdorf geschah und die Oberpfalz davor bewahrte, ein atomarer Müllplatz zu werden, ist momentan wieder im Gespräch. Insbesondere junge Leute sind an diesem Thema interessiert.“

Wackersdorf erlangte durch die Proteste gegen die geplante, letztlich nicht realisierte Wiederaufbereitungsanlage bundesweite Bekanntheit. Die Bevölkerung begleitete den Bau von Beginn an mit massiven Protesten. Die Bautätigkeit wurde schließlich 1989 eingestellt und die Anlage nie errichtet. Das vorgesehene Betriebsgelände wurde mit erheblichen Steuermitteln hergerichtet und ist inzwischen das Gewerbegebiet Innovationspark Wackersdorf.

Einblick in Kunstverein Weiden

Bereits 1993 gründete das Geschwisterpaar Gabriele und Robert Hammer zusammen mit dem damaligen Ausstellungsmacher der Futura 87 und Wolfgang Herzer den Kunstverein Weiden. Bekannt war der Verein damals allerdings unter dem Namen „Galerie Hammer & Herzer.“ Rein galeristische Aktivitäten und Beratung, Vermittlung von Gegenwartskunst als Bildungsgut im Ost-West-Dialog, Nachwuchsförderung, regionale und interregionale Netzwerkarbeit, sowie lokales und regionales Kulturmarketing zählen zu den Aufgaben des Vereines.

Auch die Lage der Räume hat sich über die Zeit verändert. Fand man den Verein anfangs noch am Unteren Markt in Weiden, sind sie heute im Vorstadt-Gebäude in der Ledererstraße 6 beheimatet. Seit 2015 besteht das kunstbetriebliche Ambiente auf zwei Etagen und kombiniert Ausstellungsfläche, Büro und Lager im ersten Stock des Nacht-Cafés „Neues Linda“. Diese einmalige Lage bringt dem Verein viele Vorteile. Selbst in der Nacht können die Besucher die ausgestellten Werke in einer lockeren Atmosphäre begutachten.

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