Landfrauentag mit viel Humor und herzhaften Lachern

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Weiden. „Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!“ – nach Meinung von Hans-Martin Bauer habe ein Kindergarten solch eine Aussage nicht verdient. Die Kreativität, die Phantasie und die Ehrlichkeit die in einem Kindergarten spürbar seien, dürfte sich ein jeder als Ansporn nehmen. „Würde ein Manager jede Woche einen Tag im Kindergarten verbringen, täte das allen gut“, ist der Diplom-Sozialpädagoge und Lachyogatrainer überzeugt. Beim Landfrauentag in der Max-Reger-Halle riet er seinen Zuhörern zu mehr Mut für Humor.

Lachyogatrainer, Familientherapeut und Diplom-Sozialpädagoge Hans-Martin Bauer ermunterte seine Zuhörer zum „vorbeugenden Lachen“.

Der Humor ist in der heutigen Zeit wertvoller als er es je war. Erwachsene Menschen werden es nicht schaffen dauerhaft zu bleiben ohne Humor,

ist Bauer überzeugt. Gleichwohl sehe er in der globalen Welt die Gefahr, dass Kinder immer früher aus dem Paradies der Kindheit vertrieben würden. „Sie werden zu funktionierenden Menschen erzogen, bis sie irgendwann zum Psychotherapiefall werden.“ „Benimm dich so, dass die Leute nicht über dich reden“ – diese soziale Kontrolle zu überwinden, sei gar nicht so einfach. „Leute, die regelmäßig zum Lachtraining kommen, seien mutiger. Sie machen das, was ihnen gut tut, auch wenn es anderen nicht gefällt“, erklärte der Therapeut.

Praktische Übungen

Für sein Publikum hatte er auch gleich ein paar praktische Übungen mitgebracht. Die duften sich gemeinsam mit dem Trainer zum – im Wortsinne – „vorbeugenden Lachen“ weit nach vorne krümmen und herzhaft aus sich herauslachen. Gestenreich schossen sie Glückspfeile in die Luft oder lachten sich ins Fäustchen oder besser noch in beide Fäustchen. Während derlei spontanes Lachtraining manche Gäste zu Freudentränen rührte, konnten sich andere nur ein gequältes Lächeln abringen. Der Referent schien jedenfalls von seiner Mission überzeugt:

Alles was Glückhormone produziert, das sollten wir so oft wie möglich machen.

Sich selbst nicht zu ernst nehmen und soziale Kontrolle überwinden – wie das am besten geht, zeigte Lachyogatrainer Hans-Martin Bauer (vorne rechts) den Gästen des Weidener Landfrauentages bei spontanen Mitmachübungen.

Auch Ehrengäste befassen sich mit Humor

Schon bei den von BR-Journalistin Margit Ringer moderierten Grußworten mit Landrat Andreas Meier, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Leitenden Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener und Bezirksbäuerin Rita Blümel stand das Thema Humor im Mittelpunkt. „Man kommt mit einem Lächeln einfach besser durch diese Welt“, ist etwa der Weidener Oberbürgermeister überzeugt. Auf großer Leinwand wurde der neue Film der Oberpfälzer Kreisbäuerinnen zum Thema „Was ist Heimat“ präsentiert, der anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Landfrauen produziert wurde. Das Thema Humor griff auch Kreisbäuerin Josefine Kick auf: „Es ist gut, wenn man herzhaft lachen kann. Wir sollten uns alle ein bisschen was aus der Kindheit behalten.“ Fröhliche Lieder und lustige Geschichten steuerten schließlich auch „Die zwoa Schneidig’n“ alias Christian Müller und Manfred Wild bei, die für die musikalische Gestaltung des Landfrauentages sorgten.

… tief einatmen, weit vorbeugen und dann herzhaft aus sich herauslachen.

„Es ist gut, wenn man herzhaft lachen kann. Wir sollten uns alle ein bisschen was aus der Kindheit behalten“, sagte Kreisbäuerin Josefine Kick.

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