Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde: Neuer Hospizhelferkurs beginnt

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Weiden. Sie begleiten Menschen in der letzten Lebensphase. Die Hospizhelferinnen und Hospizhelfer des ambulanten Hospizdienstes in Weiden stehen aber auch den Hinterblieben zur Seite. 

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Rüdiger Erling, Elke Lauterbach, Christa Christl, Birgit Tafelmeier und Martina Gropengießer (von links) bilden das Team des ambulanten Hospizdienstes in Weiden. Bild: Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst

Hospizarbeit bedeutet die ambulante oder stationäre Begleitung und Betreuung von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt. Getragen wird diese Tätigkeit von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine spezielle Schulung absolviert haben.

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Ziel ist es, soviel Lebensqualität wie möglich zu erhalten und Hilfe zu geben, damit die Betroffenen so lange wie möglich ein Leben in Würde führen können. Außerdem soll dieser Lebensabschnitt, trotz aller Beschwernis, zu einer Bereicherung für alle Beteiligten werden. Das Leben soll dabei aber weder verlängert noch verkürzt werden.

Auch Angehörigen nach dem Tod eine Hilfe

Der ambulante Hospizdienst in Weiden begleitet im Jahr rund 150 Menschen in der Region Weiden sowie dem Landkreis Neustadt/WN. Die Hospizhelferinnen und -helfer suchen die Betroffenen dabei zu Hause, in Altenhilfeeinrichtungen, im Krankenhaus, auf der Palliativstation und im stationären Hospiz (Eröffnung stationäres Hospiz Neustadt/St. Felix ist für Frühjahr 2019 geplant) auf. Zusätzlich bietet der Hospizdienst eine Reihe von Trauerangeboten an, um auch Angehörigen in der Zeit nach dem Versterben eine Hilfe zu sein.

Hospizhelfer kann eigentlich jeder werden,

so Rüdiger Erling, Leiter des ambulanten Hospizdienstes Weiden. Dennoch gilt es einige Grundvoraussetzungen zu erfüllen, um für den Hospizdienst tätig sein zu können. Hierzu zählt vor allem die Bereitschaft, sich auf den Umgang mit Schwerstkranken einzulassen. Des Weiteren sind Verlässlichkeit sowie Empathie wünschenswerte Bedingungen. Alles Weitere wird in einem 80 stündigen Qualifizierungskurs vermittelt. Zum Abschluss des Kurses ist die Absolvierung eines 40 stündigen Praktikums notwendig.

„Rückendeckung“ durch den ambulanten Hospizdienst

„Im Fokus der Tätigkeit eines Hospizhelfers stehen keine pflegerischen oder medizinischen Tätigkeiten, sondern die Begleitung von Menschen. Hierauf zielen auch die Inhalte des Kurses“, berichten Martina Gropengießer, Christa Christl und Birgit Tafelmeier, die Ausbilderinnen des Hospizdienstes.

„Und im Rahmen von Hospizbegleitungen erhält man immer „Rückendeckung“ durch den ambulanten Hospizdienst“, erklärt Elke Lauterbach, Koordinatorin im Hospizdienst und neues Mitglied im Ausbildungsteam. Der Hospizdienst bietet für seine Ehrenamtlichen Supervisionen, Fortbildungen, Fahrten zu Fachtagungen, Reflektionsabende sowie ein buntes Programm an Veranstaltungen an. Es gilt dabei der Grundsatz: Hilfe für die Helfer, um qualifizierte und professionelle Hospizarbeit anbieten zu können.

Nächster Kurs startet im Sommer

Der nächste Kurs beginnt am Samstag, den 22. September 2018. Nähere Informationen erhält man von Rüdiger Erling per Telefon: 0151 1673 4663 oder per E-Mail.

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