Auf weitere Lebensjahre: Ursula Scholz feiert 100. Geburtstag

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Weiden. Die seltene Gabe, in geistiger Frische das Alter von 100 Jahren erleben zu dürfen, wurde einer Weidener Bürgerin zuteil. Ursula Scholz beging im Eleonore-Sindersberger-Altenheim in der Friedrich-Ebert-Straße in Weiden dieses Jubiläum.

100. Geburtstag Ursula Scholz

Wer mit 100 Jahren noch so fit aussieht – und es auch ist – wie Ursula Scholz hat allen Grund zum Feiern. Alles Gute zum Geburtstag! Foto: Jürgen Wilke

Mit ihren Töchtern Sybille Helbing und Christine Saile, mit vielen Verwandten und Freunden, dem Heimleiter, Diakon Wolfgang Reuther, der Leiterin des gerontopsychiatrischen Fachdienstes, Gerlinde Kledtke, sowie mit Bürgermeister Jens Meyer feierte sie ihren runden Geburtstag. Meyer überbrachte in Vertretung von Oberbürgermeister Kurt Seggewiß neben Glückwünschen auch eine Grußkarte des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Ursula Scholz wurde am 9. April 1918 in Neisse (heute Nysa) in der einstigen Provinz Schlesien geboren. Sie hatte fünf Geschwister und die Eltern betrieben eine Molkerei. In Neisse lernte die junge Ursula auch ihren späteren Ehemann Herbert kennen, den sie während eines Heimaturlaubes heiratete. Im Jahr 1945 gelangte sie bei ihrer Flucht über Prag nach Dresden, wo sie vorübergehend bei einer Schwägerin unterkam. Schließlich fand sie in Windischeschenbach eine neue Heimat. Dort lebte sie mit ihren zwei Töchtern und ihrem Sohn.

100. Geburtstag Ursula Scholz

Zu den Gratulanten zählte auch Gerlinde Kledtke (links) Foto: Jürgen Wilke

„Ich möchte das Leben noch eine Weile genießen – so Gott will!“

Da ihr Mann bereits früh verstarb, versorgte Ursula Scholz die Familie selbst. In Weiden arbeitete sie unter anderem für das Bekleidungsgeschäft Carlson in der Herrenabteilung, bevor sie mit 66 in den Ruhestand trat. Kurz darauf zog die Rentnerin zu ihrer Tochter Christine Saile nach Neunkirchen. Die Jubilarin war stets sozial engagiert, wie beispielsweise im Seniorenclub Neunkirchen. Sie widmete sich mit Hingabe ihren vier Enkelkindern.

Schicksalsschläge verkraftete Ursula Scholz mit einem starken Glauben. Sie fühlt sich geborgen in ihrer Familie und lebt jetzt seit zwei Jahren im Eleonore-Sindersberger-Altenheim. Sie besucht täglich den Vorlesekreis, am Donnerstag das Café „Sahnehäubchen“, und ist am Freitag beim Singen der „Heimspatzen“ dabei. Sie achtet sehr auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und möchte, so Gott will, noch eine kleine Weile das Leben genießen.

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