Zeugnisvergabe an der Hauswirtschaftsschule: Absolventinnen Rückgrat der Gesellschaft

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Röthenbach am Steinwald. „Hauswirtschaft ist die Kunst, den Alltag mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Handlungsspielräumen zu bewältigen und in Lebenskultur zu verwandeln“ – mit diesem Zitat des Autors Michael Andritzky über die Bedeutung der Hauswirtschaft eröffnete Schulleiterin Doris Eckl die Schulschlussfeier in der Zoiglstube „Zum Rechersimer“. 14 Frauen sind jetzt als Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung bestens auf die Herausforderungen in verschiedensten Berufsfeldern vorbereitet.

Von Benedikt Grimm

Hauswirtschaftsschule Tirschenreuth 2018 Absolventinnen

Zur Verabschiedung der 14 Absolventinnen der Hauswirtschaftsschule Tirschenreuth kamen zahlreiche Ehrengäste, die die Bedeutung des Berufsbildes unterstrichen und die Leistungen der Fachkräfte lobten.

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„Ob in privaten Haushalten, in Großküchen oder als Betriebsleiterinnen – Sie sind das Rückgrat einer ganzen Gesellschaft. Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit Ihrem Beruf eine wichtige Aufgabe übernehmen“, sagte stellvertretende Kreisbäuerin Martina Sticht zu den Absolventinnen. Als „wichtigste Hauptpersonen, die dafür verantwortlich sind, dass der Haushalt läuft“, lobte stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler die frischgebackenen Fachkräfte.

Von Ihrer Ausbildung werden Sie das ganze Leben profitieren,

betonte Dr. Scheidler. Während der einsemestrigen Fortbildung hatten die Studierenden 13 Schulaufgaben zu bewältigen und 16 mündliche Noten abzuleisten. Dazu kam eine fächerübergreifende fachpraktische Prüfung sowie die Ausbilder-Eignungsprüfung.

Mit Fortbildung Horizonte erweitert

Auf eine „sehr intensive Zeit“ blickten für die Studierenden Carolin Schaumberger und Melanie Windschügl in einem humorvollen Vortrag zurück. Ihre Lehrer hätten schon mal irritierte Blicke geerntet oder in fragende Gesichter geschaut. Dennoch hätten die Dozenten stets viel Energie verbreitet sowie Mut und Freude am Lehrerberuf ausgestrahlt. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Windschügl. „Unsere Horizonte haben sich auf ganz spezifische Art geändert“, bestätigte Schaumberger.

Engagiertes Semester mit top Notenschnitt

„Es war ein Semester, das sehr engagiert war und sehr viel Ehrgeiz entwickelt hat“, erinnerte Schulleiterin Eckl. Entsprechend gut fiel mit 1,79 der Notendurchschnitt aus. Die besten Absolventinnen waren mit einem Schnitt von jeweils 1,22 Rebecca Gmeiner aus Triebendorf und Brigitte Schnurrer aus Waldsassen. Zweitplatziert mit einem Schnitt von 1,44 waren Herta Heser (Kulmain) und Carolin Schaumberger (Wiesau). Ebenfalls gute und sehr gute Zeugnisse erhielten Cornelia Fütterer (Püchersreuth), Christl Horn (Ebnath), Anja Kreuzer (Waldsassen), Karina Mai (Erbendorf), Michaela Panzer (Mitterteich), Marion Schildknecht (Wiesau), Carolin Schuller (Kleinsterz), Sara Schwarz (Reuth b. Erbendorf), Melanie Windschiegl (Neuhaus) und Carola Wölfl (Leonberg).

Lebenslanges Lernen im Fachverband

„Sie kümmern sich um das, was wirklich wichtig ist“, lobte Veronika Mend, die am Fortbildungszentrum Almesbach für die Meisterausbildung im Bereich Hauswirtschaft zuständig ist. Wolfgang Wenisch, Chef am Tirschenreuther Landwirtschaftsamt und Geschäftsführer des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung, nahm einen Großteil der Absolventinnen in den Berufsverband auf. Mit rund 1260 Mitglieder sei dieser einer der stärksten Berufsverbände im Landkreis mit einem lebenslangen Bildungsauftrag.

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