Michael Köllner: Eine umjubelte Heimkehr

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Fuchsmühl. Es war eine umjubelte Heimkehr zu den Wurzeln, als der Aufstiegstrainer des 1. FC Nürnberg Michael Köllner am Wochenende seinem Heimatort einen Besuch abstattete.

Von Udo Fürst

Michael Köllner Goldenes Buch Fuchsmühl

Drei Generationen Clubfans begrüßten Aufstiegstrainer Michael Köllner, der den jüngsten Fan, die kleine Emilia, persönlich betreute: Gerhard, Andrea, Filiz und Michael Hecht (von rechts). Die Fuchsmühler Familie hält dem Traditionsverein aus dem Frankenland seit Jahrzehnten die Treue.

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Jubel am Samstagnachmittag in Herzogöd, wo er bis vor einigen Jahren mit seine Eltern lebte, Jubel und Blasmusik wenige Stunden später auf dem Rathausplatz, wo den Clubtrainer gut hundert Clubfans, Bürgermeister Wolfgang Braun, einige Markträte, Ehrenbürger Heinrich Schärl, Vereinsvertreter und alte Wegefährten empfingen und er sich dann ins Goldene Buch der Marktgemeinde eintrug. Dazwischen hatte Pfarrer Joseph, ein großer Fan Köllners, seine beeindruckende Predigt im Dankgottesdienst eigens auf den Fußball abgestimmt.

„Das Dorf hat mich aufgezogen!“

„Gestern ist mir eine besondere Ehre zuteil geworden: Ich durfte mich ins Goldene Buch meiner Heimat, der Marktgemeinde Fuchsmühl, eintragen“, schrieb Köllner nach dem Empfang auf Facebook. Er dankte der Gemeinde mit Bürgermeister Wolfgang Braun an der Spitze sowie dessen Vorgängern Arno Sattler und Gustl Fürst, die ihn einst ebenso wie die Sportgemeinschaft, Bergwacht, Laienspielgruppe, Schützenverein, Feuerwehr und Pfarrgemeinderat stets unterstützt und geprägt hätten. „Der Empfang war wunderschön und bedeutet mir sehr viel. Denn das ist der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, dem ich vieles zu verdanken habe. Das Dorf hat mich aufgezogen, erzogen und ich bin dankbar, in einem Dorf aufgewachsen sein zu dürfen“, schrieb der Fußballlehrer in seinem Beitrag, für den er fast 1.000 Likes bekam.

Michael Köllner Goldenes Buch Fuchsmühl

Michael Köllner trug sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Aufmerksamer Beobachter war Bürgermeister Wolfgang Braun.

Botschafter des Oberpfälzer Dialekts

„Ich möchte dir noch einmal zum Erfolg herzlich gratulieren“, begrüßte Wolfgang Braun den Wahl-Nürnberger. „Durch deine Leistung hast du die Heimatgemeinde bekannt gemacht. Du bist für uns ein Markenzeichen geworden“, so der Bürgermeister weiter. Erfolg sei aber nicht das Wichtigste, man müsse auch Mensch bleiben können. Michael Köllner sei auch Botschafter der Oberpfälzer Sprache. „Sie ist nicht mit anderen Dialekten vergleichbar. Aber sie wird verstanden“, betonte Braun. Der stets authentische und bodenständige Club-Trainer scheut sich auch nicht, seinen Dialekt in TV- oder Radiointerviews zu pflegen. „Ich wurde im Dorf erzogen und bin in vielen Häusern des Ortes ein- und ausgegangen.“ Er versprach, so zu bleiben wie man ihn kenne: „Meinen Dialekt werde ich nicht ablegen.“ In seiner Jugend habe er viel Zeit mit Fußballspielen verbracht und in der Sportgemeinschaft habe er einige Vorbilder kennengelernt, bekannte der Herzogöder.

Auch wenn erst am 3. Juli Trainingsauftakt am Valznerweiher angesagt ist, hat der Erfolgstrainer kaum Zeit zum Entspannen. Derzeit liefen viele Gespräche und Weichenstellungen im Nachwuchsbereich des Club, den er auch weiterhin verantworten werde, wie Köllner dem Oberpfalzecho verriet. Dreieinhalb Wochen nach dem ersten Training geht’s für die Mannschaft ins Trainingslager. Wie schon im Vorjahr arbeitet der Coach mit seiner Truppe in Natz-Schabs in Südtirol am Feinschliff. Neun Tage bereitet sich das Team vom 27. Juli bis 5. August in Italien auf die neue Saison 2018/19 vor, anschließend geht’s zurück nach Nürnberg.

Michael Köllner Goldenes Buch Fuchsmühl

Der Aufstiegstrainer war begehrtes Fotomotiv für viele Clubfans

Fotos: Udo Fürst

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