Politpicknick in Grafenwöhr: JU setzt sich sein

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Grafenwöhr. Dass es bei der Jungen Union Grafenwöhr nicht nur um Ferienfahrten und das Waldbadfestival geht, beweisen sie jedes Jahr unter anderem mit ihrem Politpicknick. Auch in diesem Jahr konnten sie politische Prominenz für einen Vortrag gewinnen. 

Von Stefan Neidl

Politpicknick Grafenwöhr Junge Union Grafenwöhr Bild Stefan Neidl

Patrick Montour, Matthias Grunder, Tanja Renner und Lukas Braun (von links).

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Nachdem sich im letzten Jahr Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht zum Wahlkampf, Flüchtlingskrise, Angela Merkel und Horst Seehofer äußerte, fand man zur Landtags- und Bezirkstagswahl passend erneut zwei Kandidaten, die auf einen Einzug für die CSU in die jeweilige Kammer hoffen. So wollten Tanja Renner und Matthias Grundler an der Naturschaubühne über ihren jeweiligen politischen Werdegang berichten und so Einstiegswege für ein politisches Engagement junger Leute aufzeigen.

Bundestagswahl 2017 ist richtungsgebend

Matthias Grundler kandidiert für den Bezirkstag. Politisch interessiert war er schon immer, weshalb er ein Studium der Politikwissenschaft absolviert. Der Falkenberger ist nicht nur Gemeinderat und Ortsvorsitzender, sondern seit 2015 Kreisvorsitzender der Jungen Union Tirschenreuth. Darüber hinaus ist er Burgbeauftragter von Falkenberg.

Mit dem Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und MdB Albert Rupprecht konnte er bereits zusammenarbeiten und so kennt und schätzt man sich. Die bayerische Landtagswahl im Oktober bezeichnet er nach der „Klatsche“ für die CSU bei der Bundestagswahl 2017 als richtungsgebend. Die Volkspartei tue viel für die Bürger, als Beispiel diene die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssätze. Mit der AfD hält er es mit CSU-Generalsekretär Markus Blume und stellt klar: „Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren!“

Tanja Renner nimmt kein Blatt vor den Mund

Tanja Renner ist zweite Bürgermeisterin von Schlammersdorf und kandidiert für den Landtag. Etwas stolz merkt sie an, dass sie auch die erste Frau im dortigen Gemeinderat sei. Ihr Interesse für Politik hat sie von ihrem Vater, dem ehemaligen Bürgermeister des Ortes, geerbt. Schon in jungen Jahren hat es sie fasziniert, wenn die Bürger an der Tür klingelten, weil sie etwas brauchten.

Mit Matthias Grundler hat sie 2017 Haustürwahlkampf betrieben und war begeistert von der positiven persönlichen Resonanz im Social Media, wo plötzlich auch Nicht-CSU’ler die eigene Seite liken. auch wenn das Wahlergebnis eine Schlappe war. Die tollen Leute von CSU, FU und JU waren letztendlich ausschlaggebend, dass sie für den Landtag kandidiert.

Zur aktuellen Politik nimmt sie kein Blatt vor den Mund und sagt klar, dass sie die Trennung von Staat und Kirche befürworte, zur Frage des Kreuzes, aber lieber eines auf- statt abhängen würde. Tanja Renner möchte eine Stärkung der Polizei, bemängelt aber eine fehlende Transparenz beim neuen Polizeiaufgabengesetz, was zu Unsicherheiten in der Bevölkerung führt. Sie versichert aber, dass die Ordnungshüter „keine Handgranaten werfen werden, wenn die Party aus dem Ruder läuft“.

Einzug ins Gremium eher gering

Gemeinsam mit Toni Dutz und Tobias Reiß betreiben Matthias Grundler und Tanja Renner die Facebookseite „Wir4fürhier“. Sie informieren über den Aufwand zur Pflege und Einspeisung von Inhalten, verlassen sich dabei aber auf ihr Team. Die Fragen der Anwesenden beschäftigten sich mit dem Zeit- und Geldaufwand eines Wahlkampfes.

Tanja Renner meinte, dass die Dichte der Veranstaltungen stark schwankten, es im Schnitt aber zwei bis drei Termine die Woche wären. Der Investitionen ließen sich nicht beziffern, es „sind da mal 50, da mal 100 Euro“. Auf ihre Chancen zum Einzug ins Gremium war Matthias Grundler ehrlich und bezeichnete sie eher als gering. Ein spezielles Anliegen für Tanja Renner zur politischen Umsetzung ist die Digitalisierung in Schulen. Manche Schulen seien bereits top ausgestattet, andere hinkten der Zeit deutlich hinterher.

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Bilder: Stefan Neidl

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