Reise des verletzten Jungstorchs geht weiter

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Weiden/Tirschenreuth. Der junge Storch, der vor ein paar Tagen in Weiden abgestürzt ist, ist jetzt bei Vögeln, die ein ähnliches Schicksal hinter sich haben. Wie es mit ihm weitergeht ist noch nicht klar. 

Von Jürgen Wilke

Jungstorch Notlandung

Helga Bradatsch und Adolf Kübkböck bringen den verletzten Jungstorch von Tirschenreuth nach Nürnberg in den Zoo.

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Vor ein paar Tagen musste einer von den drei Jungstörchen auf dem Dach des Alten Schulhauses in Weiden, bei seinem ersten Ausflug in der nahe des Horstes gelegenen Schulgasse eine Notlandung hinlegen. Nach der Bergung durch die Freiwillige Feuerwehr Weiden, der ersten Untersuchung durch Amtstierärztin der Stadt Weiden, Dr. Barbara Bäumler und Stadtbrandrat Richard Schieder wurde der Jungstorch zunächst zur gründlicheren Untersuchung in eine Weidener Tierarztpraxis gebracht. Von dort kam er zur weiteren Beobachtung zu Dieter Brandl nach Tirschenreuth, den Inhaber eines Zoo-Bedarfs.

Aufopferungsvoll in Tirschenreuth gepflegt

Der Patient wurde von Dieter Brandl und seiner Frau fast fünf Tage mit Insekten gefüttert und kam wieder zu Kräften. Die Weidener Storchenhorstbetreuerin Helga Bradatsch hatte inzwischen mit Oda Wieding in Hilpoltstein Kontakt aufgenommen. Sie ist die Storchenbeauftragte des bayerischen „Landesbund für Vogelschutz“ (LBV).

Wieding kümmerte sich darum, dass der junge Storch einen Platz im Zoo in Nürnberg bekam. Helga Bradatsch und der Ehrenvorsitzende des LBV-Kreisverbandes Neustadt/Weiden, Adolf Küblböck aus Weiherhammer, organisierten daraufhin den Transport des Vogels von Tirschenreuth nach Nürnberg. Dafür fertigte Küblböck extra einen storchengerechten Karton. „Ein Storch muss stehend befördert werden, sonst bekommt er Durchblutungsstörungen“, erklärt Helga Bradatsch.

Jungstorch Notlandung

Der Patient hat keine große Lust auf die bevorstehende Reise.

Neues Zuhause in Nürnberg

Am Tor der Quarantänestation des Nürnberger Tiergartens wurde den beiden Anlieferern des großen Storchenpakets ihre Sendung gleich abgenommen, denn in die Station dürfen nur die dort Beschäftigten hinein. Einen Tag nach der Ankunft des Weidener Jungstorchs in Nürnberg konnten die Pfleger dort Entwarnung geben: Der junge Meister Adebar wurde geröntgt und habe keine Brüche. Der junge Weißstorch befinde sich auf dem Weg der Besserung. Ob und wann eine Auswilderung ansteht, wird sich in der nächsten Zeit entscheiden.

Fotos: Adolf Küblböck

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