Freundlicher Herbstbeginn am Arbeitsmarkt

Gute Arbeitsmarktzahlen vermeldet die Agentur für Arbeit Weiden für den September

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Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Nach der Urlaubszeit sinkt die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen um 279 Personen auf 3.907. Zugleich ist die Nachfrage nach Fachkräften ungebrochen hoch. 415 freie Stellen meldeten die Unternehmen dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur allein im September.

Bild: Agentur für Arbeit Weiden

„Erwartungsgemäß ist die Arbeitslosigkeit im September wieder gesunken, genau gesagt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Insgesamt 2.050 Männer und 1.857 Frauen sind im Agenturbezirk von Arbeitslosigkeit betroffen. Es ist erfreulich, dass wir mit rund 500 Personen deutlich unter den Vorjahreszahlen liegen. Ursächlich ist die hohe Einstellungsbereitschaft der regionalen Betriebe“, erläutert Thomas Würdinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt um 22 Prozent

Die gute Konjunkturlage in der nördlichen Oberpfalz bewirkt, dass Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen abgebaut wird. Insbesondere Jugendlichen bis 25 Jahre eröffnen sich zahlreiche Perspektiven. Binnen eines Jahres sank deren Zahl um 22 Prozent auf rund 457 Arbeitslose.

Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 Jahre können mit langjähriger Berufserfahrung und Engagement bei den Firmen punkten. 1.582 Erwerbslose dieser Personengruppe sind im September arbeitslos gemeldet, 109 Personen weniger als im September 2017.

Nicht alle profitieren von der guten Konjunktur

Ein deutlicher Rückgang ist bei erwerbslosen Menschen ausländischer Herkunft zu verzeichnen. Im Agenturbezirk Weiden sind 671 ausländische Männer und Frauen ohne Arbeit, das sind 20,4 Prozent oder 172 weniger als vor einem Jahr. Im Kontext von Fluchtmigration sind 267 Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten allerdings Frauen, schwerbehinderte Menschen und Langzeitarbeitslose kaum von der Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren.

Hohe Dynamik am Arbeitsmarkt

Die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt wird durch folgende Zahlen belegt: In den letzten vier Wochen meldeten sich 1.089 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 1.367 Personen ihre Erwerbslosigkeit.

Arbeitslosigkeit in den Rechtskreisen

Seit Einführung der Hartz-IV-Reformen werden arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit und hilfebedürftige Arbeitslose von den Jobcentern betreut. Für rund 1.804 Männer und Frauen ist die Agentur für Arbeit zuständig. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind somit 137 Personen weniger bei der Agentur für Arbeit gemeldet.

Das Jobcenter Weiden-Neustadt fungiert für gut 2.103 Menschen als erster Ansprechpartner am Arbeitsmarkt. Vor einem Jahr lag die Zahl der hilfebedürftigen Arbeitslosen dort bei 2.463. „Die positive Wirtschaftssituation und der stabile Arbeitsmarkt sind ausschlaggebend für den Rückgang in beiden Rechtskreisen“, informiert Würdinger

Stellenpool mit mehr als 2.600 Arbeitsplätzen

Die Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist mittlerweile ein branchenübergreifendes Anliegen. Im Berichtsmonat sind dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit 245 Stellenangebote mehr als vor einem Jahr gemeldet. „Fast 96 Prozent der gemeldeten Arbeitsstellen sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und 90 Prozent werden als unbefristete Beschäftigungen angeboten“, freut sich Würdinger. Die Palette der Angebote umfasst 860 Stellen im Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen und 496 Stellen im verarbeitenden Gewerbe.

Hoher Stellenwert Ausbildung

Das breitgefächerte Angebot an Stellen zeigt, dass sich mit einer Ausbildung viele Türen in eine berufliche Karriere öffnen. „Auch jetzt bieten einige Ausbildungsbetriebe jungen Menschen noch die Möglichkeit in eine Ausbildung zu starten.“ informiert Würdinger.

Entwicklung in der Stadt Weiden

Deutlich nach unten hat sich die Arbeitslosenquote in der Stadt Weiden bewegt. In den vergangenen vier Wochen verringerte sich die Quote um 0,4 auf 4,9 Prozent. Rund 1.161 Frauen und Männer sind auf Jobsuche.

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