Moral, Charakter, Spielerfahrung: HC Damen überzeugen auswärts

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Weiden. Am Tag der deutschen Einheit musste die Damenmannschaft des HC Weiden zum Aufsteiger HG Hemau/Beratzhausen reisen und wurde von den Gastgeberinnen mehr als gefordert. Die Weidnerinnen konnten sich aber dank einer überragenden zweiten Halbzeit mit 28:35 Toren durchsetzen.

Wer von den Weidner Anhänger in die Tangrintelstadt gereist war, um einen ruhigen Handballnachmittag zu erleben, fühlte sich bereits nach der 1. Minute getäuscht. Die Weidenerinnen eröffneten die torreiche Partie bereits mit dem ersten Angriff: Jenni Hermann konnte den ersten ihrer sieben Treffer setzen und brachte damit ihre Mannschaft erstmalig in Führung. Denn postwendend begann der erwartete Sturmlauf der Heimmannschaft, Angriffswelle um Angriffswelle rollte jetzt gegen die HC-Abwehr.

Nach nur sechs Minuten stand es 5:1 für Hemau/Beratzhausen. Die Weidener Deckungsformation fand einfach kein Mittel den Angriffsdruck der Heimmannschaft zu nehmen, über 8:3, 12:7, und den Versuchen des HC mit verschiedensten Deckungsformationen endlich die eigene Abwehr zu stabilisieren, betrug der Abstand kurz vor der Halbzeit bereits sechs Tore, ehe man beim Stand von 18:13 die Seiten tauschte.

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Nach der Fehleranalyse in der Kabine setzten die HC Damen einen neuen Plan für die zweite Hälfte auf. Der Angriff funktionierte im Großen und Ganzen und so wurde nochmals der Schwerpunkt der Ansprache auf die Abwehrarbeit gelegt. Die Mannschaft selbst motivierte sich nochmals und wollte mit einer engagierten zweiten Hälfte noch ein gutes Spiel zeigen.

Zweite Halbzeit bringt HC Damen zurück ins Spiel

„Nachdem ich in der Halbzeit den Mädels in die Augen sehen konnte, war mir schon klar, dass dies noch nicht alles war und wir, wenn unser Plan für die Abwehr endlich funktioniert, durchaus nochmals herankommen können. Das was die Mannschaft dann aber abgefeuert hat, hat mich schon sehr beeindruckt und verdient meinen ganzen Respekt. Tolle Moral, starker Charakter“, äußerte sich der Weidener Trainer Thomas Eichinger sichtlich zufrieden nach dem Spiel.

Mit Wiederanpfiff stand die Abwehr, der Angriffsdruck der Hemauerinnen war gebrochen und die HC Damen kamen nach der Umstellung des Angriffs der Gastgeberinnen auf 7 Feldspielerinnen zu einfachen und schnellen Toren. Bereits in der 35. Spielminute war der Anschluss geschafft. Julia Hanauer schloss mit einem sehenswerten Treffer vom Kreis aus zum 20:20 Ausgleich ab. Geschockt von diesem schnellen Toren wollte den Gastgeberinnen ab dieser Phase nicht mehr viel gelingen und die HC Damen zogen binnen weniger Minuten auf 25:30 Toren davon.

Spielerfahrung zahlt sich aus

Die letzten 10 Minuten mussten nun noch verwaltet werden und hierbei sah man erneut wie wichtig die erfahrenen Spielerinnen um Nina Rittner und Maria Schlosser für die Weidner Handballerinnen sind. Clever, ruhig und geduldig, im Wechsel mit Tempogegenstoß und 2. Welle wurden die Angriffe nun vorgetragen und zum Abschluss gebracht. So stand es am Ende 28:35 für die Gäste aus Weiden. „Aufgrund der ersten Hälfte vermutlich zu deutlich, aber wer es schafft in einer Halbzeit nur 10 Treffer zuzulassen und im Gegenzug 23 Tore wirft, hat es unter dem Strich auch verdient als Sieger von der Platte zu gehen“, so das eigene Fazit der Mannschaft.

Nach einem handballfreien Wochenende geht es für die Damen des HC Weiden am Wahlsonntag zum 3. Auswärtsspiel in Folge nach Mintraching. Dort wartet mit der Bayernligareserve und BOL-Absteiger der nächste harte Brocken auf die HC-Mädels.

Für den HC Weiden spielten:

Tor Anna-Lena Beer, Steffanie Bräunlein, Julia Hanauer (4), Nina Rittner (6), Lisanne Röhr, Laura Venzl, Luisa Ruhland, Sarah Eichinger (1), Jennifer Hermann (7), Aileen Häuber (4), Jasmin Häring , Nadine Roith , Maria Schlosser (13),

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