Ahnenforschung birgt Überraschungen

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Luhe-Wildenau/Neudorf. Ahnenforschung ist ein sehr zeitaufwendiges Hobby. Seit Jahren beschäftigt sich in Neudorf Johann Zeiler, mit der Erforschung seiner Vorfahren, den Familien Meißner und Zeiler. Zum Familientreffen waren im Sportheim alle Plätze besetzt.

Von Hans Meißner

Zeitler Meißner Neudorf Ahnenforschung

Johann Zeiler (vorne rechts) hat die Ahnenforschung für sich entdeckt. Seine Ergebnisse stellte er bei einem großen Familientreffen vor.

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Johann Zeiler zeigte den Familienclans das Ergebnis seiner Recherchen. Zuerst präsentierte er ein von ihm selbst gefertigtes Foto vom Dorfplatz, dass er maßstabsgerecht zu Papier gebracht hatte. Auf dem Foto konnte man die Hochzeitsgesellschaft von Familie Zeiler erkennen. Zeiler ging auf die Geschichte von Neudorf ein, das erstmals 1347 urkundlich genannt wurde. Nach Meinung Zeilers, dürfte Neudorf aber bereits um 900 oder 1.000 n. Chr. entstanden sein.

Die erste Kirche wurde 1370 von den „Wildensteiner“ erbaut. Ein großes Unglück erlebte das damalige Neudorf 1814, als es bis auf die Mauern niederbrannte. Freiherr von Lichtenstein baute das Neudorf der heutigen Form wieder auf. 1819 wurde die Kirche St. Barbara eingeweiht – nächstes Jahr feiern die Neudorfer das Jubiläum. Seit 1883 gibt es in Neudorf die Freiwillige Feuerwehr, seit 1898 hat diese einen Spritzenwagen. „1913 wurde die 1. Wasserleitung gebaut, davor hatte man am Dorfplatz den ‚Röhrenkkasten‘, der mit einer Holzrohleitung vom Berg her gespeist wurde“, erklärte Zeiler.

Familie Meißner im Jahre 1500

Ein Zeiler-Amerika-Auswanderer brachte Johann Zeiler zur Ahnungforschung. Dieser „John Zeiler“ fand zunächst keine Hinweise auf seine Herkunft, durch Zufall wurde der Name Johann Zeiler aus Neudorf genannt. Nach einem ersten Kontakt fand Johann Zeiler Geschmack an der Ahnenforschung, seitdem hat er sehr viel Zeit investiert. Die Neugier hatte ihn gepackt. Die Familie Meißner kann er bis zum Jahre 1500 zurückverfolgen. Für die Herkunft des Namens Meißner gibt es drei Möglichkeiten: Entweder handelte es sich um Tuchmacher aus Meißen, der Name stammt von Meißner in Sachsen oder die Meißner haben Meißel hergestellt.

Familie Zeiler kann der Chronist bis ins Jahr 1595 nach verfolgen, damals hießen sie aber noch Zarrer, den Namen gibt es heute noch in Neudorf als Hausnamen. Die Wurzeln der Familie befinden sich in Irchenrieth. Bereits 1771 fungierte ein Jakob Zeiler als Schmiedemeister und Gemeindebevollmächtigter (heute Bürgermeister) in Neudorf im Anwesen Hausnummer 42, heute Erwin Zeiler. Die Schmiede befand sich auf der gegenüberliegenden Seite. „Der Zarrer ist einer, der einen anderen gerne neckt, zarren ist foppen“, erklärte Zeiler. In Neudorf wurde als Vorfahre von Zeiler auch Zeihlner verwendet, im Laufe der Zeit wurde daraus dann Zeiler.

1752 kam eine Familie Meißner aus Schiltern, später Konrad Meißner aus Rattenberg. Die Meißner wohnten in den damaligen Hausnummer 32 (heute Götz, Bergweg), später Hausnummer 25 (heute Andreas Meißner). Durch Heirat fanden die Familien Meißner und Zeiler 1889 zusammen. „Die Familienzweige gehen sehr weit auseinander und gehen bis nach Amerika“, so Zeiler.

Johann Zeiler plant noch Veranstaltungen getrennt nach den Familiennamen, um noch näher auf deren Geschichte eingehen zu können.

Zeitler Meißner Neudorf Ahnenforschung

Bilder: Hans Meißner

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