Wiedersehen im Gefängnis

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Eschenbach. Die neuen Räume der Polizei Eschenbach weckten bei Pensionisten und Ruheständlern alte Erinnerungen. Das Gebäude der „Alten Fronfeste“ – ehemals als Gefängnis genutzt – wird derzeit saniert. Nach Ende der Baumaßnahmen zieht dort die Polizei Eschenbach ein. 

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Werner Stopfer, Erster Polizeihauptkommissar bei der Polizei Eschenbach, zeigte ehemaligen Beschäftigten die sanierten Räume der neuen Wirkungsstätte: Bei der Besichtigung der „Alten Fronfeste“ kamen Erinnerungen an das ehemalige Gefängnis auf. Bild: Polizei Eschenbach.

Es ist Jahre her, dass die ehemaligen Polizei-Kollegen – inzwischen Pensionisten und Ruheständler – das letzte Mal hier waren. Die Besichtigung ihrer alten Wirkungsstätte – der Alten Fronfeste – brachte sie wieder zusammen. Werner Stopfer, Erster Polizeihauptkommissar in Eschenbach führte die Gruppe durch das Gebäude, in dem derzeit noch Sanierungen laufen. Denn die Räume sollen künftig wieder von der Polizei Eschenbach genutzt werden.

Vom Gefängnis zur Polizeiwache

Werner Stopfer gab einen geschichtlichen Überblick über die Nutzung des Gebäudes: Das Bauwerk wurde im Jahre 1817 als Fronfeste/Gefängnis errichtet und zunächst auch als solches genutzt. Ab dem Jahr 1963 beherbergte das Gebäude für neun Jahre erstmals die Polizei. Nach jahrelangem Leerstand diente es ab 1986 als Asylbewerberunterkunft. Im Anschluss stand es wiederum lange Zeit leer, bis es schließlich an die bayerische Polizei übertragen wurde.

Die Außensanierung unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes ist bereits abgeschlossen. Das alte Gemäuer musste zunächst statisch ertüchtigt werden, ein neuer Dachstuhl wurde errichtet, Fenster ausgewechselt und die Außenfassade ansprechend gestaltet. Die Genehmigung zur Innensanierung liege bereits vor, der Antrag für deren Finanzierung sei in Bearbeitung.

Steg verbindet alt und neu

„Der Beginn der Arbeiten ist für das Frühjahr 2019 geplant“, informierte Stopfer. Besonderes Merkmal: Ein Verbindungssteg, der im Bereich des ersten Obergeschosses des bestehenden Polizeigebäudes zur Alten Fronfeste führen wird. „Durch die künftige Nutzung der beiden Gebäude wird der Dienstbetrieb entzerrt und mehr räumlicher Spielraum geschaffen“, so Stopfer.

Bei der Besichtigung des Gebäudes vom Keller bis zum Dachgeschoss staunten die ehemaligen Kollegen. Dabei weckte das Haus alte Erinnerungen an Erlebnisse an den Dienst in der ehemaligen Fronfeste, die die Polizisten im Ruhestand rege austauschten.

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