Zurück ins Leben

Eschenbacher Wasserwacht startet Projekt zur Wiederbelebung

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Eschenbach. Richtig helfen, wenn ein Mensch zusammenbricht und regungslos am Boden liegt. Das hat sich die Wasserwacht Ortsgruppe Eschenbach zum Ziel gesetzt und dafür das regionale Projekt „Checken! Rufen! Drücken!“ gestartet. Im Gespräch verraten die beiden Vorsitzenden Josef Ott, Uwe Conrad, sowie Kassier Pascal Hofmann der Wasserwacht Ortsgruppe Eschenbach, was es mit dem Projekt auf sich hat.

Von Doris Mayer-Englhart 

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Vorsitzender der Wasserwacht Ortsgruppe Josef Ott, Stellvertreter Uwe Conrad sowie Kassier Pascal Hofmann (von rechts) demonstrieren an einer Trainingspuppe eine Herz-Lungen-Wiederbelebung auch unter Einsatz eines Defibrillationsgerätes. Um hier vor Ort Übungsmöglichkeiten anbieten zu können, möchte die Ortsgruppe eigene Ausrüstung anschaffen. Hierzu sind Spenden nötig.

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Was bedeutet „Checken! Rufen! Drücken!“?
Josef Ott: „Stellen Sie sich vor ein Mensch bricht zusammen und liegt regungslos am Boden. Wenn wir nichts machen, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Menschen im Schnitt um 10 Prozent pro Minute. Die richtigen Maßnahmen sind nicht schwer zu erlernen und lassen sich mit den drei Wörtern „Checken! Rufen! Drücken!“ beschreiben. Zuerst werden die Lebenszeichen überprüft. Bleiben diese aus, wird um Hilfe gerufen und der Notruf unter 112 abgesetzt. Im Anschluss sollten sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen, quasi das Drücken auf den Brustkorb und die Atemspende, begonnen werden.

Warum hat die Ortsgruppe das Projekt gestartet?
Uwe Conrad: Im Ernstfall ist es wichtig, dass Ersthelfer und der Rettungsdienst schnell adäquate Maßnahmen ergreifen und Hand in Hand zusammenarbeiten. Wir möchten mit dem Projekt nicht nur unsere eigenen Rettungsschwimmer in der Reanimation trainieren, sondern allen Bürgern Übungsmöglichkeiten geben. Wir haben jedes Jahr viele Aktionen vom Ferienprogramm im Freibad bis hin zur Teilnahme am Bürgerfest – den Bürgern möchten wir hier die Chance bieten unkompliziert zu üben und ihnen damit die Angst vor „falschen“ Maßnahmen nehmen. Wie wichtig das regelmäßige Training und die gute Zusammenarbeit an der Einsatzstelle ist, hat der jüngste Badeunfall am Rußweiher gezeigt. Qualifizierte Ersthelfer haben mit unseren Leuten vorbildlich zusammengearbeitet und so einen Menschen erfolgreich wiederbelebt!

Wofür benötigen Sie Spenden?
Josef Ott: Für eine Trainingsausrüstung. Wir benötigen einen Defibrillator, der speziell für die Ausbildung entwickelt wurde. Dazu zwei Trainingspuppen, jeweils ein Modell zum Training beim Erwachsenen und beim Jugendlichen. Dafür sind rund 5.000 Euro nötig. Für uns als Ortsgruppe ist das kaum zu leisten, deswegen suchen wir Hilfe in der Bevölkerung.

Wie können die Menschen spenden?
Pascal Hofmann: Unser Projekt wird über die Crowdfunding-Aktion der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG finanziert. Die Spenden können ganz unkompliziert und schnell über die Webseite des Projektes getätigt werden. Das Besondere an der Crowdfunktion-Aktion ist, dass die Bank pro gespendeten Euro nochmal einen Euro drauflegt. Für uns heißt das: Zur Realisierung unseres Projektes mit einem Budget von 5.000 Euro müssen wir „nur“ 2.500 Euro an Spenden sammeln.

Wer kann spenden?
Uwe Conrad: Jeder, von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu Vereinen. Wer zur Weihnachtszeit einfach etwas Gutes tun möchte, kann das hier tun. Jede Spende kommt zu 100 Prozent den Menschen in unserer Region zu Gute.

Wer sich nun angesprochen fühlt, kann bis Mitte Januar direkt auf der Projekt-Webseite spenden. Bei Fragen oder Anliegen steht der Vorsitzende der Ortsgruppe gerne zur Verfügung (E-Mail: josef.ott@wasserwacht.bayern, Telefon: 0160 930 717 33). 

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