Kolumne Eric Frenzel: Zufrieden in Lillehammer

Anzeige

Flossenbürg. Am Wochenende kämpfte Eric Frenzel im norwegischen Lillehammer um einen Podestplatz – und musste sich dabei mit einem zweiten Platz zufrieden geben. In seiner Kolumne berichtet er, warum er die Wettkämpfe in Norwegen so liebt. 

Von Eric FrenzelEric Frenzel Fotos 2017 Nordische Kombination

„In Norwegen fühle ich mich wohl. Von der Anlage in Lillehammer bis hin zu dem begeisterungsfähigen norwegischen Publikum, das auch Sportlern aus anderen Nationen die Unterstützung gibt, die sie benötigen, um gute Wettkämpfe abzuliefern. Diesmal taten sich die rot-blauen Fans mit dem Bejubeln der Leistungen ausländischer Sportler wohl noch etwas leichter, machte doch der Lokalmatador, Jarl Magnus Riiber, aus den drei Wettkämpfen mit drei Siegen ein einziges norwegisches Happening.

„Richtig aufgeregt war ich bei der Massenstartpremiere“

Ich ziehe den Hut vor Jarl Magnus, er ist im Moment der Mann, den es zu schlagen gilt. Dass ich gleich zweimal, kurz hinter ihm die Ziellinie passierte, stellt sich auch für mich als schöne Ausbeute des vergangenen Wochenendes dar.

Richtig aufgeregt war ich bei der Massenstartpremiere, die wir nach einigen Jahren Abwesenheit dieses Wettkampfformats wieder feiern durften. Ein Rennen quasi von der Spitze aus zu starten, hatte und hat für mich seinen besonderen Reiz, der eben auch für taktische Überlegungen ausreichend Raum lässt. Diese Wettkampfart wünsche ich mir öfter.

„Wir werden diesmal einen noch härteren Fight erleben“

Das Wochenende in Lillehammer hat für die Deutschen eine gute Standortbestimmung gegeben. Vier Podestplätze von drei Athleten, nur ein Treppchenplatz ging an einen nicht norwegisch–deutschen Athleten. Das nehme ich als Fingerzeig für die Saison. Wir werden diesmal einen noch härteren Fight von den Norwegern im Gesamtweltcup und bei der Seefelder WM erleben – was gut für die Zuschauer und gut für den Sport ist.

„Nun gilt es zu optimieren“

Der Weltcup macht kurz nach dem er gestartet ist, erstmal eine zweiwöchige Pause, die wir für Heimtraining und einen Lehrgang in Lillehammer nutzen werden. Für mich steht dabei an vorderster Stelle, das Sprungvermögen auf ein konstant hohes Niveau zu bringen. Mit den Sprüngen in den Wettkämpfen mit meinen beiden Podestplätzen war ich schon sehr zufrieden. Nun gilt es zu optimieren. Das Sprungergebnis muss gegenwärtig unter den Top Five liegen und dies mit weniger als einer Minute Rückstand in der Loipe, wenn man um den Sieg mit kämpfen will.

Die starken Norweger sind eine Herausforderung für uns, auf die wir uns freuen und auf die wir uns am besten vorbereiten – in Lillehammer.

Herzlichst Eric Frenzel“Banner Eric Frenzel Kolumne

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.