Weihnachten mit Polizisten, Diakonen und zahlreichen Kindern

Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie Weihnachten eigentlich in anderen Familien so gefeiert wird? Wie zum Beispiel verbringt ein Pfarrer die Feiertage? Was machen Polizisten, die an Heilig Abend arbeiten müssen? Und kommt das Christkind auch ins SOS-Kinderdorf in Immenreuth? 

All diese Fragen wollen wir euch heute beantworten.

Wie feiert ihr eigentlich Weihnachten? Habt ihr bestimmte Traditionen? Welchen Brauch gibt es in eurer Familie? Lasst es uns wissen, in den Kommentaren, per E-Mail oder WhatsApp.

Diakon Fritz Lieb lässt sich an Weihnachten eine Ente schmecken

Diakon Fritz Lieb ist in der evangelischen Pfarrgemeinde Waldsassen tätig. Das heißt er ist an Heilig Abend und an den Feiertagen sehr eingespannt, bei den Gottestdiensten. Oft ist er zu Weihnachten bei Familien eingeladen und feiert dann mit ihnen zusammen.

Vor dem Fest wird er sich auf jeden Fall noch einen Christbaum holen und den auch festlich schmücken. An Heilig Abend gibt es nach der Messe erst einmal eine leckere selbstgemachte Ente mit Blaukraut und Linsen. „Das ist zumindest mein aktueller Plan“, lacht Lieb. Text: Johanna Jankowski

Ein riesengroßes Familien-Treffen im SOS-Kinderdorf

Bild: SOS-Kinderdorf

Bild: SOS-Kinderdorf

„Ich lebe mit fünf Kindern zusammen, aber über die Weihnachtsfeiertage ist das Haus immer komplett voll,“ lacht Vera Trebeß, SOS-Kinderdorf-Mama. Denn über die Feiertage kommen auch viele ihrer mittlerweile erwachsenen Kinder samt Familie vorbei. Zwei bis drei Tage vor Heiligabend wird zusammen mit den Kindern der Christbaum aufgestellt und geschmückt. Am 24. Dezember gibt es mittags nur eine Suppe. „Die Kleinen sind da so aufgeregt wegen dem Christkind. Die haben gar keinen großen Hunger.“

Mit allen zur Christmette

Nachmittags steht dann für die ganze Familie die Christmette an. „Wie bei vielen anderen Familien gibt es auch bei uns an Heiligabend Bratwürste, Sauerkraut und Brezen.“ Sobald die Glocke läutet wissen die Kinder, dass das Christkind da war und laufen gemeinsam zur Bescherung ins Wohnzimmer.

Nachdem alle Geschenke ausgepackt wurden, wird dann auch gleich damit gespielt. Aber nicht allzu lange, denn um 22.00 Uhr heißt es dann für die Kleinen: Ab ins Bett,

erzählt Vera Trebeß. Spätestens am ersten Weihnachtsfeiertag ist dann das Haus so richtig voll. Dann kommen die meisten der „großen Kinder“ mit ihren Familien zu Besuch. Da sind schnell mal 21 Leute im Haus. „Wir sitzen zusammen, kochen gemeinsam, reden über alles mögliche, haben Spaß und ganz wichtig: Wir machen gemeinsam Musik. Vier meiner Kinder spielen ein eigenes Instrument und da dürfen über die Feiertage Weihnachtslieder nicht fehlen.

Wir genießen Weihnachten. Es ist für uns einfach ein Familientreffen, an dem alle Kinder mal wieder im Haus sind,

freut sich SOS-Kinderdorf-Mama Vera Trebeß. Text: Jasmina Vaskovic

Vera Trebeß SOS-Kinderdorf-Mama

Vera Trebeß ist eine SOS-Kinderdorf-Mama und feiert mit 21 Kindern Weihnachten.

Gemeinsam mit den Kollegen feiern: Weihnachten in der Polizeiinspektion

Eine Polizeistation kann über Weihnachten ja nicht einfach so zu machen. Auch an den Feiertagen ist immer jemand im Einsatz. Fern ab von Familie und Weihnachtsbaum. Wobei es den in der Weidener Polizeiinspektion durchaus gibt. Im Foyer stehen ein hell erleuchteter Christbaum und eine Krippe und sorgen auch hier für Weihnachtsstimmung.

„Die Feiertage sind nicht die einsatzstärksten Tage“, erzählt Polizei-Pressesprecher Thomas Fritsch, „da ist es oft ruhiger als sonst.“ Zum Glück, denn so können sich die Kollegen auch während der Schicht zum gemeinsamen Festessen treffen. Meist kocht einer aus der Schicht ein kleines Festmahl, dass sich die Beamten dann gemeinsam schmecken lassen.

Wer über die Feiertage ran muss, wird intern abgesprochen. Die Singles und die Polizisten ohne Kinder übernehmen dann den Dienst an Heilig Abend, so dass ihre Kollegen bei ihrer Familie sein können. Dafür müssen die Mütter und Väter dann an Silvester ran. So ähnlich wird es auch bei der Integrierten Leitstelle gehandhabtText: Yvonne Fichtl

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