Mordfall Monika Frischholz: Neue Puzzlestücke, hartnäckiges Gerücht

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Flossenbürg. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Weiden zum möglichen Tod von Monika Frischholz laufen. Jetzt geben die Ermittler einen Zwischenstand bekannt.

Mordfall Monika Frischholz

Die 12-Jährige Monika ist 1976 verschwunden. Mittlerweile gehen die Beamten von einem Mordfall aus. Foto: KPI Weiden

Wie bereits im Dezember berichtet, hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die „EG Froschau“ gegründet, die das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen 12-jährigen Monika Frischholz aufklären soll. Die Ermittler gehen immer noch davon aus, dass das Mädchen ermordet worden ist. Zwischenzeitlich bearbeiteten die Ermittler 35 neue Hinweise mit wertvollen Ermittlungsansätzen.

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Am 25.05.1976 gegen 15.30 Uhr wurde die damals 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch verschiedene Zeugenaussagen konnte dieser Weg nachvollzogen werden. Ein neuer Zeugenhinweis zeichnete den Weg nun ein Stück weiter bis zur Abzweigung nach Waldkirch. Dort knüpft die Suche der „EG Froschau“ nach Monika Frischholz jetzt an.

Neue Puzzlestücke

Die Ermittlungsgruppe nahm zwischenzeitlich 35 Hinweise entgegen und hat bereits einen Großteil davon abgearbeitet. „Kleine, aber auch wertvolle Mitteilungen bilden neue Puzzlestücke bei der Aufklärung des Verschwindens der damals 12-Jährigen“, teilt die Polizei mit. Mit 50 Personen traten die Ermittler bereits in Kontakt. Manche hatten früher schon ausgesagt, manche wurden erstmalig von der Polizei befragt. Die ermittlungsführenden Kriminalbeamten sind immer noch erstaunt über die Tatsache, wie viel Wissen zu dem Fall noch in der Bevölkerung schlummert.

Die bislang neu gewonnen Erkenntnisse und Ermittlungsansätze motivieren uns, intensiv an dem Fall weiter zu arbeiten!“

erklärt der Leiter der Ermittlungsgruppe, Kriminalhauptkommissar Armin Bock. Oberstaatsanwalt Bernhard Voit von der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft Weiden ergänzt: „Wir sind aufgrund unserer Ermittlungsarbeit und der heute gegebenen Techniken und Methoden zuversichtlich, auch nach der langen Zeit, den Ablageort von Monika Frischholz zu finden!“

Spekulationen um Steinbruch Flossenbürg

Die Beamten der Kriminalpolizei möchten ein weiteres Gerücht beseitigen. In der Bevölkerung von Flossenbürg und den umliegenden Gemeinden halten sich bis heute Spekulationen, dass der Leichnam von Monika in einem Steinbruch bei Flossenbürg eingebracht worden wäre. Die neuen Vernehmungen belegen, dass die damals aufgestellte Behauptung offensichtlich falsch ist. Belege für die ursprüngliche Vermutung gibt es tatsächlich nicht.

Anfang Februar 2019 ist der letzte lebende Angehörige von Monika Frischholz, ihr Bruder, verstorben. Die Ermittlungen waren für ihn und die Familie stets belastend, dennoch war der Wunsch nach Aufklärung, bis zuletzt ungebrochen gegeben.

Stefan Krapf Steinbruch Ruine KZ Flossenbürg wird stillgelegt

Spekulationen darüber, dass die Leichte von Monika Frischholz im Steinbruch Flossenbürg eingebracht worden wäre, halten sich bis heute hartnäckig. Laut Polizei belegen Vernehmungen, dass die damals aufgestellte Behauptung offensichtlich falsch ist. Archivbild: Fürst.

10.000 Euro Belohnung

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben.

Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Jeder Hinweis zählt

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Telefonnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

2 Kommentare

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