Jahrestreff der KS Landservice: Gefragter Dienstleister

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Altenstadt/WN. „Wir sind nicht stehengeblieben, sondern haben weiter intensiv daran gearbeitet kostengünstige Lösungen für unsere Kunden anzubieten“, sagte Karl Kiesl in einem bis auf die letzten Plätze gefüllten Saal in „D’Wirtschaft“. Partner-Landwirte, Kunden und Ehrengäste von Behörden und Verbänden waren der Einladung zum Jahrestreff der KS Landservice gefolgt.

Von Benedikt Grimm

Inzwischen zählt die Vermittlungsstelle von Dienstleistungen rund um die Bereiche Landwirtschaft, Haus und Garten sowie Forst 480 gelistete Landwirte, die ihre Arbeitskraft und Gerätschaften für private und öffentliche Auftraggeber zur Verfügung stellen. „Unsere beste Zutat ist unser Können. Das Können und der Einsatz jedes Einzelnen von Euch, das Ihr täglich bei unseren Kunden unter Beweis stellt“, betonte Kiesl.

Seit der Gründung im Jahr 2012 verzeichnete die KS Landservice eine stets wachsende Zahl gelisteter Partnerbetriebe. Kiesl führt den Erfolg auf das faire Miteinander von Partnern, Kunden und der KS Landservice als Vermittlungsstelle zurück. „Wer sich langfristige und dauerhafte Geschäftsbeziehungen zum Ziel gesetzt hat, wird das ohne Kontinuität, Ehrlichkeit und Leistungsbereitschaft nicht schaffen. So kann die Marschroute nur heißen: Teamgeist und Respekt für alle Beteiligten“, sagte der Geschäftsführer.

Die KS-Landservice-Geschäftsführer Karl Kiesl (links) und Martin Stauber (rechts) begrüßten zum Jahrestreff in der Gaststätte „D’Wirtschaft“ zahlreiche Ehrengäste von Behörden, Verbänden und Partnerunternehmen.

Schwerpunkt bei sozialer Betriebshilfe

Ein wesentlicher Teil der vermittelten Dienstleistungen entfalle auf den Bereich der Betriebshilfe. „Das steht für uns immer an erster Stelle. Wenn der Betriebsleiter ausfällt, dann ist es ganz wichtig, dass diese Arbeit auch zuverlässig geleistet wird“, sagte Co-Geschäftsführer Martin Stauber. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 63.000 Stunden Betriebshilfe erbracht. 29.000 Stunden davon als soziale und 24.000 Stunden als wirtschaftliche Betriebshilfe. Weitere 7.000 Stunden entfielen auf den Forstbereich. „Das entspricht umgerechnet der Leistung von 37 Vollarbeitskräften“, veranschaulichte Stauber.

Um die Abrechnung der Betriebshilfe für die Betroffenen möglichst reibungslos zu gestalten, unterhält die KS Landservice direkte Verträge mit mehreren Krankenkassen. So entstehen für die Betriebe in der Regel keine Zusatzkosten. Nur nach Unfällen ist eine Zuzahlung in Höhe von zehn Euro je Tag zu leisten.

Verbraucher steuern landwirtschaftliche Produktion

Reinhold Witt, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sprach das Bienen-Volksbegehren an. Landwirte und Behörde hätte es oft nicht leicht, die Zusammenhänge zu erklären, da die Befürworter für sachliche Argumente nicht so zugänglich seien. Erläutere man die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe, erhalte man oft Zustimmung. „Die Landwirtschaft produziert das, was die Verbraucher wollen. Wenn es der Verbraucher will, produzieren Sie auch Stieglitze und Feldlerchen, aber Sie arbeiten nicht für Gotteslohn, sondern sie wollen für Ihre Arbeit auch honoriert werden und finanziell einigermaßen Sicherheit haben“, sagte der Behördenleiter.

Stadtrat Josef Gebhardt lobte als Vertreter der Stadt Weiden die Zuverlässigkeit der KS Landservice. Vom Bauernverband überbrachte stellvertretender Kreisobmann Karl Bäumler Grüße.

Mehr Komfort und Präzision durch neue Techniken

Georg Mayerhofer, im Rahmen des Ceres Awards mit dem Titel „Landwirt des Jahres 2017“ ausgezeichnet, referierte über den Einsatz neuer Technologien in der Landwirtschaft. Oft stelle sich die Frage nach der Rentabilität einer neuen Technik: „Was bringt sie mir, was spart sie ein?“ Beispiel GPS-Lenkung: „Das rentiert sich finanziell für mich nicht, ist aber ein brutaler Komfort“, sagte der Landwirt aus dem niederbayerischen Ortenburg.

Interessant seien etwa cloudbasierte Ackerschlagkarteien. „Sie können mit jedem internetfähigen Endgerät auf Ihre Ackerschlagkartei zugreifen“, beschrieb Mayerhofer den Vorteil. Die neuen Systeme gingen zunehmend in Richtung Vernetzung und dienten alle dem Zweck, Landwirtschaft so präzise und umweltverträglich wie möglich durchzuführen.

Georg Mayerhofer, Landwirt des Jahres 2017, referierte über neue Technologien in der landwirtschaftlichen Praxis. Der Ackerbauer aus Ortenburg bewirtschaftet 260 Hektar auf über 70 Schlägen.

Bild: Benedikt Grimm 

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