Wirtschaftsleitbild Nordoberpfalz: „Gemeinsam stark“

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Weiden. Welche Standortfaktoren definieren die Nordoberpfalz? Mit dieser Frage setzte sich das IHK-Gremium Nordoberpfalz im letzten Jahr intensiv auseinander. Das Ergebnis: ein Wirtschaftsleitbild mit Blick auf die Unternehmen und ihre Branchen, den Arbeitsmarkt, die Bildungs- und Infrastruktur sowie die Lebensqualität der Region.

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Sie arbeiten zusammen am Wirtschaftsleitbild Nordoberpfalz! Von links: IHK-Gremiumsmitglieder Thomas Franz und Marion Bergler, Vorsitzender Bernd Fürbringer, Gremiumsmitglied Cornelia Gebell und Gremiumsgeschäftsführer Florian Rieder. Foto: Bühner.

„Mit diesem Konzept werden wir als gewählte Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft mit der Politik und Verwaltung diskutieren, wenn es um die ökonomischen Stärken, Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten der Region geht“, erläuterte Gremiumsvorsitzender Bernd Fürbringer. Dabei gehe es nicht darum, ein Konzept für Regionalmarketing zu liefern, sondern eine Basis für einen Dialog zu schaffen, um wichtige Themen und konkrete Maßnahmen zusammen voranzutreiben. „Mit mehr als 85.000 Beschäftigten, einer stetig sinkenden Arbeitslosenquote und vollen Auftragsbüchern erwirtschaftet die Nordoberpfalz ein jährliches Bruttoinlandsprodukt von über sieben Milliarden Euro“, betonte Florian Rieder, Geschäftsführer des IHK-Gremiums, den Erfolg der Wirtschaftsregion.

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Auf der Basis der Kennzahlen zur Wirtschaftsleistung, zu Umsätzen und Beschäftigungszahlen formulierten die Unternehmerinnen und Unternehmer gemeinsame Leitsätze, die in der Kernbotschaft „Gemeinsam sind wir stark“ zusammenfinden. Oft verkenne man noch, dass es Themen gebe, bei denen nur die Nordoberpfalz als Ganzes gewinnen kann. „Um nachhaltig erfolgreich zu sein, muss sich die Region als Gemeinschaft der kreisfreien Stadt Weiden und der Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth begreifen“, so Fürbringer.

Gemeinsam erfolgreich

Die regionale Wirtschaft eint viele branchenübergreifende Interessen und Herausforderungen. Ein gutes Beispiel sei der Fachkräftemangel. Noch gebe es kein gemeinsames Konzept, um dringend benötigte Mitarbeiter für die Region gewinnen zu können. „Hier tritt die Nordoberpfalz noch viel zu zaghaft und wenig einheitlich auf. Das regionale Gesamtpaket muss stimmen und Standortvorteile nach innen und außen kommuniziert werden. Nur so bleiben die Unternehmen langfristig für Fachkräfte attraktiv“, so Fürbringer.

Zwei Leitsätze des Konzepts setzen hier an: „Junge Menschen müssen alle Karrierewege in der Region kennen.“ und „Die Nordoberpfalz muss als starke Region mit guter Beschäftigung bekannt werden.“ Neben dem Verarbeitenden Gewerbe mit einem Wertschöpfungsanteil von über 33 Prozent definiert das Wirtschaftsleitbild den Dienstleistungssektor ebenfalls als regionale Zukunftsbranche. „Im Dienstleistungsbereich haben wir über die letzten fünf Jahre hinweg einen Beschäftigungszuwachs von 28 Prozent – das sind rund 3.400 Stellen“, schilderte Rieder.

Wirtschaftliche Erfolge bräuchten jedoch eine ausreichend gute Infrastruktur und Fläche. Mit den beiden Leitsätzen „Der Erfolg unserer Unternehmen liegt in der ländlichen Grenzregion. Die Rahmenbedingungen müssen weiter ausgebaut werden“ und „Die leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur der Nordoberpfalz muss weiter gestärkt werden“ fordern die Gremiumsmitglieder die Umsetzung dringend benötigter Gewerbeflächen wie Weiden West IV oder das interkommunale Gewerbegebiet Wiesau sowie einen weiteren Ausbau von Verkehrs- und digitaler Infrastruktur.

Eine Zusammenfassung des Wirtschaftsleitbildes für die Nordoberpfalz hier online.

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