Rückblick auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt: Gute Stimmung trotz Dämpfern

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Weiden. Die Bilanz zur arbeitsmarktlichen Entwicklung 2018 und die Schwerpunkte auf dem regionalen Arbeitsmarkt für 2019 standen im Mittelpunkt des Gesprächs der Agentur für Arbeit Weiden, zu dem der Vorsitzende der Geschäftsführung, Thomas Würdinger, eingeladen hatte.

Von Jürgen Wilke

Arbeitsmarkt 2018 Bericht Bilanz

Sind allgemein zufrieden mit dem Arbeitsmarkt, auch wenn einige Herausforderungen auf Arbeitsagentur und Politik warten: Christoph Skutella, Uli Grötsch, Thomas Würdinger, Peter Witt und Leonhard Merkl Foto: Jürgen Wilke

Gesprächsteilnehmer waren Mitglied des Bundestages Uli Grötsch, Landtagsabgeordneter Christoph Skutella, und die Geschäftsführer der Jobcenter Weiden-Neustadt und Tirschenreuth, Peter Witt und Leonhard Merkl.

Gute Jahresentwicklung

„Der Arbeitsmarkt im Agenturbereich hat sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt“, betonte Thomas Würdinger. Was noch vor wenigen Jahren nicht vorstellbar war, wurde in der Jahresbilanz sehr deutlich: Die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt überdurchschnittlich. So sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gegenüber 2017 um 2,6 Prozent auf mehr als 85.000 gestiegen. Im selben Zeitraum sei es mit der Arbeitslosenzahl weiter nach unten gegangen, um stattliche 10,7 Prozent. Dass der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit weiter anhält, das erwarten die Leiter der Jobcenter in Anbetracht des neuen Teilhabechancengesetzes für Langzeitarbeitslose.

Beim Pressegespräch wurden aber auch Probleme angesprochen. So habe es auf dem Ausbildungsmarkt 2018 eine dramatische Entwicklung gegeben. Rund fünf Prozent weniger Bewerber als 2017, zugleich rund 14 Prozent mehr gemeldete Stellen. Thomas Würdinger betonte, dass auch in der Oberpfalz das Risiko sehr hoch sei, dass in einigen Branchen bei sehr einfachen Tätigkeiten der Mensch von Maschinen ersetzt wird. Rund ein Drittel dieser Beschäftigten könnten ausgetauscht werden. Deshalb sei ein Schulabschluss mit einer anschließenden guten Berufsausbildung dringend nötig.

Gute Stimmung trotz „dunkler Wolken am Horizont“

Was Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien anbelangt, so müssten diese bereits im Kindergartenalter entsprechend betreut und gefördert werden, waren sich alle Gesprächspartner einig. Für dieses Jahr blickt die Arbeitsagentur Weiden positiv in die Zukunft. Auch wenn es, wie erwähnt, dunkle Wolken am Horizont gebe, so sei die regionale Beschäftigungslage weiterhin ganz gut, so die allgemeine Meinung.

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