Fortschreitende Digitalisierung in der Landwirtschaft

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Floß. Das Thema „Digitalisierung für Land und Landwirt“ stand im Mittelpunkt des 84. Flosser Aschermittwochs in Diepoltsreuth. Mit zwei Fachvorträgen vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie über Digitalisierungsmaßnahmen im Rinderstall bot der Bayerische Bauernverband Informationen zu einem allgegenwärtigen Thema.

Von Benedikt Grimm

Markus Schieder als Sprecher der Flosser Ortsobmänner des Bauerverbandes hieß eine stattliche Anzahl von Ehrengästen willkommen. „Die Zahl 84 zeugt von der langen Tradition der Veranstaltung“, sagte Bürgermeister Günter Stich im Theaterstodl des Gasthauses Plödt. „Digitalisierung ist sicher nicht überall vor Ort spürbar, aber ich denke, dass sie noch wesentlich weitreichendere Auswirkungen haben wird, als man bisher absehen kann“, sagte stellvertretender Landrat Albert Nickl. Unabhängig von allen Entwicklungen werde jedoch stets der Mensch im Mittelpunkt stehen.

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Helmut Konrad vom LVFZ Almesbach referierte beim 84. Flosser Aschermittwoch über Digitalisierung im Rinderstall.

Technik muss Nutzen bringen

Auch die Verwaltung sei von der Thematik ganz erheblich betroffen, sagte der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Reinhold Witt. Entscheidend sei, dass die Landwirte in irgendeiner Form davon profitieren würden. „Menschen machen nur was, wenn es ihnen was nützt“, betonte Witt. Schon heute gäbe es Sensoren, die etwa die Schrittzahl oder die Liegezeiten von Kühen erfassen, sagte Helmut Konrad vom Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung in Almesbach. Große Vorteile sieht er in der automatischen Sammlung großer Datenmengen und deren sofortiger Auswertung.

Ich sehe auf einen Blick: Was ist im grünen Bereich? Was ist im roten?,

betonte Konrad. Immer wieder gäbe es den Vorwurf, dass zu viele Tiere gehalten würden. „Mit dieser Technik sind wir in der Lage, uns um die Tiere zu kümmern, die uns brauchen“, so Konrad.

Helmut Konrad, Leiter des Lehr-, Versuchs- und Fortbildungszentrums Almesbach.

Gemeinsame Schnittstellen schaffen

Schwierigkeiten würden noch die verschiedenen Schnittstellen von Firmen, Landwirten und App-Produzenten verursachen. Gemeinsame Schnittstellen seien jedoch in der Erarbeitung. „Momentan sind wir dabei das Esperanto zu schaffen – ein Sprache für alle“, erklärte der Landwirtschaftsdirektor. Klar sei auch, dass die Kosten für die moderne Technik nur bei größeren Beständen wirtschaftlich sind.

Harald Gleißner vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Weiden berichtete von vielen Schnittstellen mit den Bereichen der Landwirtschaft, etwa im Bereich der Satellitennavigation. Weitere Referenten des Amtes waren Jürgen Rundag und Kathrin Riedel.

Harald Gleißner vom Weidener Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sprach über Satellitennavigation.

Bilder: Benedikt Grimm 

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