Maschinenring Neustadt/WN: Gute Zahlen und viel Zustimmung

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Neustadt/WN. Trotz Rekorddürrejahr hat sich der Leistungswert des Maschinen- und Betriebshilfsrings Neustadt/WN kaum verringert, die Tochtergesellschaft wurde um neue Geschäftsbereiche erweitert und mit dem „Haus zum Ring“ will der Verein ein Ausrufezeichen setzten – kurz vor seinem 50-jährigen Jubiläum strotzt der Maschinenring nur so vor Energie und Zuversicht.

Von Benedikt Grimm

Maschinenring Neustadt Mitgliederversammlung 2019

„Die Zusammenarbeit im Gesamtvorstand war hervorragend und ich bin überzeugt, dass das auch so weitergeht“, Sebastian Scharnagl, erster Vorsitzender.

„Die Vorstandschaft ist überzeugt – ich bin überzeugt – dass wir mit unserem Bauvorhaben den richtigen Schritt in die Zukunft machen“, sagte erster Vorsitzender Sebastian Scharnagl, der am Ende der Wahlperiode auf die vergangenen fünf Jahre zurückblickte. Das 2014 erstmals abgehaltene Sommerfest habe sich zu einer festen Institution mit rund 400 Gästen entwickelt. Durch verschiedene Zertifizierungen und eine Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung habe der Maschinenring seine Tätigkeitsbereiche erweitern können. Im Jahr 2016 startete die zusammen mit dem Maschinenring Tirschenreuth gegründete Agrarservice GmbH und in 2017 kamen die Personaldienste hinzu.

All diese Schritte wurden gemacht, um die Herausforderungen für die Zukunft, wie die neue Düngeverordnung, den gesellschaftlichen Wandel und den Wandel der Landwirtschaft anzunehmen,

betonte Scharnagl. In Zukunft wolle man Ausbildungsbetrieb werden und das 50-jährige Jubiläum mit einem Fest begehen. „Die Zusammenarbeit im Gesamtvorstand war hervorragend und ich bin überzeugt, dass das auch so weitergeht“, sagte der Störnsteiner.

Gute Wahlergebnisse für Vorstandschaft

Das O.k. der Vereinsmitglieder jedenfalls hat Scharnagl. Mit 92 Ja-Stimmen und nur einer Nein-Stimme kann er seine Arbeit an der Vereinsspitze auch in den kommenden fünf Jahren auf eine große Mehrheit stützen. Ebenfalls hohe Zustimmungswerte erhielten Heinrich Vierling als stellvertretender Vorsitzender und die beiden weiteren Vorstandsmitglieder Michael Müller aus Grünau und Markus Schickentanz aus Vorbach. Rechnungsprüfer bleiben Hermann Ott und Josef Beimler.

Geschäftsführer Wolfgang Härtl stellte die Zahlen des Maschinen- und Betriebshilfsrings, der Maschinenring Dienstleistungs GmbH und der Maschinenring Agrarservice GmbH vor.

Überschuss im Verein…

Auf die Zahlen des vergangenen Jahres ging Geschäftsführer Wolfgang Härtl ein. Der Leistungswert im Verein, der 1.465 Mitglieder zählt, betrug im Jahr 2018 knapp 3,4 Millionen Euro. „Trotz des trockenen Jahres 2018 liegt dieser Wert nicht weit unter den Vorjahreswerten“, sagte Härtl. In der Betriebshilfe wurden 23.945 Stunden in 1.359 Einsätzen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich geleistet. Seit Mitte 2018 leisteten erstmals auch festangestellte Betriebshelfer diese Stunden ab. Um die Tätigkeit für den Maschinenring noch attraktiver zu gestalten, gibt es für 2019 eine neue gemeinsame Preisliste der Maschinenringe aus Neustadt, Tirschenreuth, Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham. Außerdem zahlen die Auftraggeber keine Provisionen mehr. Erneut wurde ein Überschuss erwirtschaftet.

… und gute Zahlen in der Tochtergesellschaft

Erfreuliche Zahlen waren auch für die Maschinenring Dienstleistungs GmbH zu vermelden, über die alle nichtlandwirtschaftlichen Dienstleistungen für Privatpersonen, Firmen, Städte und Kommunen abgewickelt werden. Zum zweiten Mal in Folge überschritt der Umsatz mit 2,3 Millionen die 2-Millionen-Grenze – erwirtschaftet von 33 Mitarbeitern und 124 Kooperations-Landwirten. Neues Geschäftsfeld sind die Personaldienstleistungen, die mit einem Umsatz von 311.000 gestartet sind. Härtl betonte, dass der Neubau in der Weidener Conrad-Röntgen-Straße vollständig über die Dienstleistungs GmbH finanziert werde und keine Vereinsmittel angetastet würden.

Allseits Lob und Anerkennung

Bei der Agrarservice GmbH, die Klauenpflege und Spaltenschnitt und neuerdings auch Unterstützung bei der Düngeverordnung anbietet, kam der Maschinenring Amberg-Sulzbach als neuer Gesellschafter dazu. Die Bilanz: rund 200.000 Euro Jahresumsatz. „Ein großes Kompliment für die Dynamik, die man bei Euch merkt“, zollte Landrat Andreas Meier seine Anerkennung. „Sie sind auf einem guten Weg“, attestierte Leitender Landwirtschaftsdirektor Reinhold Witt und die „beeindruckenden Zahlen“ und die Leistungsfähigkeit des Maschinenrings lobte BBV Kreisobmann Josef Fütterer.

Mit viel Dynamik und Zuversicht blickt der Maschinenring Neustadt in die Zukunft. Vorsitzender bleibt Sebastian Scharnagl (vorne, Vierter von rechts).

Fotos: Benedikt Grimm

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