Bei schwerer Krankheit gut versorgt: Palliativstation eingeweiht

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Weiden. Anfang Januar 2019 hat die Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz AG die neuen Räumlichkeiten am Klinikum Weiden bezogen. Vorher befand sich seit dem Jahr 2008 die Palliativstation unter der Leitung von Dr. Susanne Kreutzer und Beate Spickenreuther in Neustadt/WN. Jetzt wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell eingeweiht. 

Von Jürgen Wilke

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Eröffneten jetzt offiziell die neuen Räume der Palliatovstation im Klinikum Weiden (v.li.): Josef Götz, Melanie Huml, Kurt Seggewiß, Tobias Reiß, Dr. Stephanie Kuchlbauer und Dr. Stephan Oetzinger.

Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, hieß in seiner Begrüßungsrede die zahlreichen Gäste herzlich willkommen, unter ihnen die CSU-Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Dr. Stephan Oetzinger. Durch den Umzug nach Weiden konnte auch das therapeutische Spektrum deutlich erweitert werden. Über 100 Patienten wurden seit Anfang Januar in der jetzigen Palliativstation behandelt. Zu der offiziellen Einweihung der Station kam die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, nach Weiden.

Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, hieß in seiner Begrüßungsrede die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Götz verwies darauf, dass die in der Palliativ-Station geleistete Arbeit von viel Liebe und Zuwendung geprägt sei. Das sei auch für die Angehörigen sehr wertvoll. Er dankte dem früheren Direktor Hans Kaltenecker und Dr. Susanne Kreutzer für die Vorarbeit im Palliativbereich. Sein Dank galt ferner allen Menschen und Firmen, die am Gelingen der neuen Station beteiligt waren.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß schloss sich den Dankesworten seines Vorredners an. Hans Kaltenecker habe bereits im Jahr 2003 eine mündliche Zusage aus München erhalten, dass eine Palliativstation in Weiden notwendig sei. „Allerdings fehlten seinerzeit noch der geeignete Platz und ein Fachprogramm. Im Jahr 2007 gab es dann von der bayerischen Regierung die Zustimmung für den Start der Palliativstation in Neustadt/WN. Mit der Angliederung an das Weidener Klinikum geht nun die Erfolgsgeschichte weiter“, so der OB.

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Für Melanie Huml gab es auch ein Willkommensgeschenk.

Er dankte auch dem Förderverein für Schwerkranke mit ihrer Vorsitzenden Waltraud Koller-Girke. Der Verein hat die Palliativstation seit Bestehen mit Spenden von über einer Million Euro unterstützt.

Beste Versorgung für Schwerkranke

Ministerin Melanie Huml betonte in ihrer Festrede, dass die Bevölkerung mit dem Fachbegriff „Palliativmedizin“ immer vertrauter werde. Das sei insbesondere dem Einsatz und der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen im Palliativ- und Hospizbereich zu verdanken. Sie waren die Wegbereiter für Stationen wie in Weiden, von denen es in Bayern inzwischen 51 Krankenhäuser mit einer Palliativstation mit insgesamt 474 Betten gebe. Sie sagte: „Ich möchte nicht, dass Schwerstkranke und Sterbende an aktive Sterbehilfe denken. Sie alle sollen bis zum Schluss die bestmögliche Versorgung erhalten. Deshalb wollen wir die Palliativ- und Hospizversorgung konsequent weiter ausbauen.“

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Beim Rundgang durften die Ministerin und ihre Begleiter auch einmal schnuppern – bei der Aroma-Therapie.

Die Ärztliche Leiterin der Palliativstation, Dr. Stephanie Kuchlbauer lobte „ihre“ Mitarbeiter und sagte: „Das gesamte Team hat den Umzug von Neustadt nach Weiden bravourös gemeistert.“

Familien und Angehörige einbeziehen

Mit Angeboten wie Behandlung von Schmerzen, Seelsorge, Akupunktur, Klangschalenanwendungen, Aromapflege, Hypnose, Kunsttherapie, sowie Musik- und Atemtherapie, werden auf der Palliativstation alle Möglichkeiten ausgeschöpft, schwerstkranken Menschen zu helfen und ihnen etwas Gutes zu tun. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohlbefinden des Patienten. Deshalb können auch Angehörige auf der Station übernachten.

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Ministerin Melanie Huml testet die Klang-Therapie.

Bei einem Rundgang ließ sich Ministerin Huml die Station (zehn Betten) zeigen und testete unter anderem die Klangschalentherapie. Ihr Dank galt dem fast 35-köpfigen Team aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, die mit viel Liebe und Respekt die Schwerstkranken versorgen. Dekan Johannes Lukas, Pfarrer Hans-Martin Meuß und Pater Sigmund vom Kloster St. Felix erbaten Gottes Segen für die Räumlichkeiten und die Menschen, die darin wohnen und tätig sind. Die musikalische Umrahmung der Einweihungsfeier gestalteten Eveline Angstmann (Klavier) und Uwe Maas (Geige).

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Eveline Angstmann am Klavier und Uwe Maas an der Geige umrahmten die Einweihung musikalisch

Einweihung Palliativstation Klinikum Weiden

Die evangelischen und katholischen Geistlichen segneten die Palliativstation (v.li.): Johannes Lukas, Hans-Maerin Meuß und Pater Sigmund

Fotos: Jürgen Wilke

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