Zukunftskonzept 2020: Fortschritte in Gesprächen?

Anzeige

Weiden. Die Leitung der Kliniken Nordoberpfalz AG hat den Aufsichtsrat in der Sitzung am 10. April über den aktuellen Stand zur Umsetzung des erweiterten Zukunftskonzepts 2020 informiert. Dabei ging es insbesondere um die Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten des geplanten Intersektoralen Gesundheitszentrums (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung. 

Klinikum Weiden

Die Klinikleitung befindet sich in laufenden Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie mit den Kostenträgern. Parallel dazu ist die Gewinnung niedergelassener Ärzte für das geplante Gesundheitszentrum bereits angelaufen.

Förderung durch Investitionsmittel

Das erweiterte Zukunftskonzept 2020 sieht eine Umwandlung des Standorts Waldsassen in ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung vor. Das IGZ stellt unter Einhaltung des Facharztstandards die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztlichen, internistischen und weiteren Angeboten auch in Zukunft sicher. Um die notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen zu finanzieren, prüft die Klinikleitung aktuell zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Möglichkeiten der Förderung durch Investitionsmittel aus dem Krankenhaus-Strukturfonds.

Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Voraussetzungen für eine Förderung des IGZ durch den Strukturfonds erfüllt. Entscheidend hierfür sind die Förderrichtlinien, die voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinen. Der Antrag wird aktuell vorbereitet und sofort nach Veröffentlichung der Förderrichtlinien gestellt. Erste Gespräche mit Krankenkassen bezüglich des angedachten Konzepts waren positiv.

Umsetzung wird geprüft

Parallel arbeitet die Klinikleitung weiter an einem Konzept für eine erweiterte ambulante Versorgung in Waldsassen, wie sie im erweiterten Zukunftsplan 2020 vorgesehen ist. Mit 15 bis 20 Betten würde es Patienten damit ermöglicht, für wenige Tage stationär in Waldsassen behandelt zu werden. Der Erfolg des Konzepts hängt jedoch entscheidend davon ab, ob eine juristische Grundlage für die Realisierung gefunden werden kann. „Wir prüfen aktuell mögliche Umsetzungsszenarien für die erweiterte ambulante Versorgung“, sagt Josef Götz, Kliniken Nordoberpfalz AG Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG. „Alle Beteiligten sind engagiert, Lösungen zu finden und rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, um das Konzept umsetzen zu können.“

Ein weiteres Ziel der Kliniken Nordoberpfalz AG ist nach wie vor, die orthopädische Rehabilitation in Waldsassen langfristig zu erhalten. Hierzu befindet sich die Klinikleitung in Gesprächen mit den Rentenversicherungsträgern. Damit ein Versorgungsvertrag abgeschlossen werden kann, müssen zunächst die Strukturanforderungen der Rentenversicherungsträger erfüllt werden. Ob dies der Fall ist, wird bis Ende Mai durch die Kliniken Nordoberpfalz AG intern geprüft.

Ziel: Keine Kündigungen

Nach einem ersten Sondierungsgespräch sind weitere Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat für den 24. April geplant. Das Zukunftskonzept soll ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. „Es ist unser erklärtes Ziel, unsere gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten“, betont Götz. „Wir werden hier eng mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften zusammenarbeiten, um unter Berücksichtigung aller Interessen zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen.“

Schlagworte:

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.