Klinikumsapotheke Weiden erneut ausgezeichnet

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Weiden/Stuttgart. Die Apotheke im Klinikum Weiden beliefert die Häuser der Kliniken Nordoberpfalz AG und weitere Einrichtungen nicht nur mit Arzneimitteln, sondern sorgt mit verschiedenen Dienstleistungen auch für eine nachhaltige Verbesserung der Medikation von Patienten. Dafür wurde die Klinik-Apotheke jetzt erneut ausgezeichnet.

Best practice Auszeichnung Klinikum Apotheke

Richard Kurtnacker (l.) und Thomas Schuler (2.v.r.) gratulierten dem Team der Apotheke um Leiter Dr. Werner Speckner (3.v.l.) und die Initiatoren des Projekts, Lena Schlosser (5.v.r) und Brigitte Kastner (3.v.r). Auch der Ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger (r.), freut sich über die Auszeichnung der Apotheke. Foto: Kliniken Nordoberpfalz AG.

So kann sich das Team um Dr. Werner Speckner, Leiter der Apotheke der Kliniken Nordoberpfalz AG, über den mit 5.000 Euro dotierten Best-Practice-Award „Erfolgreich durch Innovation“ freuen, der auf dem Prospitalia Jahreskongress in Stuttgart verliehen wurde.

Das von Apothekenleiter Dr. Werner Speckner vorgestellte Projekt „Medikationsmanagement für niereninsuffiziente Patienten – Digitalisierung im Dienste der Personalentwicklung“ befasst sich mit dem Schutz von Patienten, deren Nieren mittel bis stark geschädigt sind. Diese Patienten sind besonders anfällig für Arzneimittelnebenwirkungen.

Absprache im Hintergrund

Die Arzneimitteltherapiesicherheit ist seit langem ein zentrales Thema bei der Kliniken Nordoberpfalz AG. So prüft das Team der Apotheke die verordneten Arzneimittel in der elektronischen Patientenakte. Dabei gibt es in der Regel drei Möglichkeiten die Medikation zu verbessern: Die Dosierung kann optimiert werden, es liegt eine Kontraindikation vor und es können Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Medikamenten auftreten.

Von der Labordiagnostik bis zur Arzneimittelgabe wurde ein geschlossener und verbesserter Medikationsprozess entwickelt. „Unsere Ergebnisse besprechen wir mit den Ärzten und dem Pflegepersonal. In der Regel läuft das im Hintergrund, ohne dass der Patient dies mitbekommt“, erklärt Dr. Speckner.  „Die Medikation des Patienten wird über digitale Medien durch Fachapotheker fernkontrolliert.“

Pro Tag sieben Verbesserungen

Die Ergebnisse sprechen für sich: so können pro Tag etwa sieben Medikationen verbessert werden. „Der Nutzen für den Patienten steht bei uns im Vordergrund und bei den Ärzten und der Pflege kommt der Nutzen primär an. Aber auch für den Patienten ist es natürlich wichtig zu wissen, dass die Medikationen nach dem Vier-Augen-Prinzip überprüft werden.“, so der Apotheker. Und das Personal wird nicht nur digital unterstützt: So stellt die Apotheke den Ärzten auch Karten mit gezielten Informationen für die Patienten zur Verfügung, die im Arztkittel griffbereit sind.

Vernetzung im Sinne von Gesundheit 4.0

Jetzt wurde dieser Beratungsservice mit dem 1. Preis des Best-Practice-Awards 2019 der Prospitalia GmbH ausgezeichnet. Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt, Sprecher Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule Ökonomie & Management Essen, zeigte sich als Vorsitzender der Jurybeeindruckt von der innovativen und effizienten Vorgehensweise. Besonders die intelligente Vernetzung der Patientenidentifikation, der Diagnostik, der Verordnungen und der Dokumentation dieser Medikationen, ganz im Sinne von Gesundheit 4.0, fand die Jury bei diesem Projekt sehr stimmig.

Diplomarbeit weiterentwickelt

Bereits im Vorjahr erhielt die Apotheke der Kliniken Nordoberpfalz AG eine Auszeichnung vom ADKA Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker. Die damals gewürdigte Fortführung der Diplomarbeit von Apothekerin Lena Schlosser, die sich um die Medikationsanalyse für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beschäftigte, wurde in der Apotheke nun über Automatisierung, Spezialisierung und Personalentwicklung von Brigitte Kastner auf Dauer etabliert.

Auch Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, gratulierte dem Team zum erneuten Erfolg: „Die Arbeit unserer Apotheke zeigt, dass auch Krankenhausapotheken ohne universitären Auftritt in Wissenschaft und Lehre nachhaltig hochrelevante Leistungen für die Arzneimitteltherapiesicherheit erbringen können. Die patientenindividuelle Krankenhauspharmazie ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Schwerpunkt geworden. Daher freue ich mich umso mehr über die Auszeichnung, weil sie die herausragenden Leistungen unserer Apotheke zum Wohle unserer Patienten bestätigt.“

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