[Update] Auto gefunden – Polizei gräbt nach Leichnam von Monika Frischholz

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Flossenbürg/Waldkirch. Seit Dezember 2018 ist der Fall Monika Frischholz neu aufgerollt. Noch immer geht die Polizei davon aus, dass das damals 12-jährige Mädchen ermordet wurde. Heute sucht ein Großaufgebot an Einsatzkräften an einem möglichen Ablageort südlich von Waldkirch nach dem Leichnam. Monika Frischholz Mordfall 1976 Grabungen Leichnam Auto (1)

Mordfall Monika Frischholz

Die 12-Jährige Monika ist 1976 verschwunden. Mittlerweile gehen die Beamten von einem Mordfall aus. Foto: KPI Weiden

Am 25.05.1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die damals 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Flosser Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Flosser Straße bergab.

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Durch Zeugenhinweise der damaligen, aber auch der heutigen Zeit konnten die Ermittler ihren Fußweg bis zu der Abzweigung nach Waldkirch rekonstruieren. Von dort ging die Suche der „EinsatzgruppeFroschau“ nach Monika Frischholz weiter.

Grabungen am WaldrandMonika Frischholz Mordfall 1976 Grabung Leichnam Suche (1)

Nach einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung beginnt heute die Suche nach dem Leichnam von Monika Frischholz. Die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei konnten durch ihre Arbeit einen potentiellen Ablageort der Leiche herausarbeiten und graben seit heute Morgen an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg.

Unterstützt werden die Kriminalbeamten der EG Froschau von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen. So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.Monika Frischholz Mordfall 1976 Grabung Leichnam Suche (1)

„Wir werden nicht aufgeben!“

Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden, ist noch vollkommen offen.
„Unsere Ermittlungen haben uns nun so weit geführt, dass wir diesen möglichen Ablageort von Monika genauer untersuchen wollen. Wir wissen noch nicht was uns erwartet und ob wir sie letztlich hier finden. Egal jedoch wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!“, so der Ermittlungsgruppenleiter der „EG Froschau“, Kriminalhauptkommissar Armin Bock.

Nähere Erläuterungen der Erkenntnisse, die zur Grabung an diesem Ort geführt haben, kann/will die Polizei mit Blick auf das laufende Verfahren nicht geben.Monika Frischholz Mordfall 1976 Grabung Leichnam Suche (1)

Belohnung ausgesetzt

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von
10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

Polizei findet Auto

[Update] Ersten Meldungen zufolge hat die Polizei mittlerweile ein kleineres Auto freigelegt. Die Beamten müssen jetzt besonders vorsichtig vorgehen, um keine noch vorhandenen Spuren zu zerstören. „Die Grabungsarbeiten gehen weiter, aber in einem feineren Grad“, so Florian Beck, Sprecher Polizeipräsidium Oberpfalz.

[Update 2] Das Auto, das die Polizei mittlerweile komplett ausgegraben hat, ist ein VW Käfer. Der Wagen ist bereits ziemlich verrostet, könnte aber wohl grün gewesen sein. Die Polizei zieht aus den Grabungen Erkenntnisse, die möglicherweise mit dem Ermittlungsverfahren in Zusammenhang stehen. „Da diese Erkenntnisse jedoch zunächst weiterer Ermittlungen und Abklärungen bedürfen, können dazu derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden“, so Beck. Die Polizei will die Tatortarbeit am Dienstag fortführen.

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Fotos: News5/Fricke

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