Historische und zukunftsweisende Sanierung

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Eschenbach. Bis zum Jahresende soll die Sanierung des ehemaligen Landratsamtes abgeschlossen sein. Die CSU Kreistagsfraktion mit Landrat Andreas Meier informierte sich über den Baufortschritt.

Von Gerald Morgenstern

Ämtergebäude Eschenbahc Besuch CSU

Gut behelmt ist die CSU-Kreistagsfraktion im ehemaligen Sitzungssaal des Eschenbacher Kreistags unterwegs. Kreisbaumeister Werner Kraus (3.von rechts) informiert über den Baufortschritt der Landratsamtsaußenstelle im alten Pflegamtsschloss. Foto: Gerald Morgenstern

Gotische Bögen, die den Standort einer alten Burg vermuten lassen tauchten bei den Sanierungsarbeiten am ehemaligen Pflegamtsschloss und Ämtergebäude auf. Der neue Fraktionsvorsitzende Edgar Knobloch hatte zum Ortstermin eingeladen, Kreisbaumeister Werner Kraus und seine Mitarbeiter Heribert Eckl und Herbert Simon informierten in der Baustelle.

Von der Dacherneuerung bis zum kompletten Innenausbau reichen die 2,7 Millionen Euro teuren Arbeiten. Zum Einbau eines Aufzugs wurden die Balkenlagendecken freigelegt, erneuert und teilweise im alten Bestand in den Auflagen verstärkt. Eine Gastherme unter dem Dach ersetzt die bisherige große Heizanlage. Kernstück soll der innenliegende Aufzug werden, mit dem das Gebäude barrierefrei wird.

Historische Funde und Sandsteinbögen

Im ehemaligen Sitzungsaal des Eschenbacher Kreistags liegt der älteste Teil des Hauses. Die Grundmauern wurden hier unterfangen, die Böden müssen neu aufgebaut werden. Der Denkmalschutz hat historische Funde dokumentiert, freigelegte Sandsteinbögen bleiben künftig sichtbar. Der rund 50 Quadratmeter große und über zwei Etagen reichende Saal soll als Bewegungsraum der Volkshochschule genutzt werden. Die VHS und die Zulassungsstelle und in einem Raum der Veterinär sind die alten und auch künftigen Nutzer.

Bis zum Wiedereinzug liegt noch viel Arbeit in den verschiedenen Gewerken an. 1,3 Millionen der Auftragssumme seien bereits vergeben, die weiteren Ausschreibungen laufen. Als erfreulich werteten es die Baufachleute des Landratsamtes, dass Eschenbacher Firmen und weitere regionale Betriebe zum Zug kamen und auch gute Arbeit liefern.

Ein Haus, das Geschichte schreibt und schrieb

Auf zirka 1,5 Millionen Euro bezifferte Kreisbaumeister Kraus die zu erwartenden Förderungen. Dies konnte durch eine Beteiligung der Stadt Eschenbach erreicht werden. Mittel kommen aus Städtebauförderung und vom Denkmalschutz. Dies begrüßt auch der CSU-Fraktionssprecher im Eschenbacher Stadtrat Markus Gradl.

Eschenbach erhält an exponierter Lage am Stadtplatz ein vollkommen saniertes Haus, das Geschichte schreibt und schrieb. „Eine zukünftig wieder zeitgemäße und schöne, barrierefreie und trotzdem historisch bedeutsame Heimat für Zulassungsstelle und Volkshochschule in Eschenbach“, resümierte Landrat Andreas Meier. Fraktionschef Edgar Knobloch betonte, dass die Außenstellen in Eschenbach und Vohenstrauß zu den derzeit großen Projekten gehören und dies die flächendenkende Präsenz des
Landratsamtes hervorhebt.

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