Naturparkland als Ökomodellregion anerkannt

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Neustadt/WN. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber überreichte beim Festakt in München persönlich die Anerkennungsurkunde an Regionalmanagerin Daniela Franz vom Landratsamt. Damit ist das Naturparkland Oberpfälzer Wald nun offiziell eine Ökomodellregion und einer der Gewinner der dritten Wettbewerbsrunde.

Ökomodellregion Naturparkland Landkreis Neustadt/WN

Die Bürgermeister der am Naturparkland beteiligten Gemeinden, Regionalmanagerin Daniela Franz (4. v.li.) und stv. Landrat Albert Nickl (4. v. re.) mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (5. v.li.) bei der Urkundenübergabe.

Mehr als 50 Vertreter aus der Landwirtschaft, von Verarbeitern und Vermarktern, aus Verwaltungen und der Lokalpolitik legten die Grundlage für Bewerbung und zeigten Bereitschaft und Entschlossenheit, die Region zur Öko-Modellregion zu entwickeln. Eine unter anderem mit Vertretern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Landesvereinigung für Ökologischen Landbau und des Bund Naturschutz hatte die Bewerbungen geprüft und das Naturparkland Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt an der Waldnaab als eine der am besten geeigneten Regionen bewertet.

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5,3 Prozent ökologische Landwirtschaft

Das Gebiet des Naturparklandes Oberpfälzer Wald umfasst 475 Quadratkilometer und ist für 26.460 Einwohner in zehn Gemeinden lebenswerte Heimat. Obwohl diese Gemeinden nur ein Drittel der Fläche des Landkreises ausmachen, beheimaten sie 769 landwirtschaftlichen Betriebe und damit fast die Hälfte. Die ökologische landwirtschaftliche Produktion umfasst im Gebiet der Öko-Modellregion 5,3 Prozent der Betriebe (41 von 769), die 6,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (1.355 von 20.773 Hektar) bewirtschaften.

Ein Trend zur ökologischen Bewirtschaftung in der Region ist vorhanden: 2018 entstanden vier neue bio-zertifizierte Betriebe mit 70 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Es besteht ein vielfältiger Erfahrungsschatz über ausgezeichnete Betriebe und Projekte, unter anderem die Demeterhöfe Baumert und Hölzl in Leuchtenberg, die Gailertsreuther Mühle in Floß oder die Gemüsegärtnerei Steinhilber in Moosbach. „Genussorte“ dürfen sich Moosbach und Tännesberg nennen, Tännesberg ist Biodiversitätsgemeinde.

Zukunftsfähige Projekte

Bayern baut mit der Anerkennung neuer Ökomodellregionen seine Stellung im ÖkoLandbau weiter aus. „Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität ist äußerst wichtig.“, so Kaniber. In den Öko-Modellregionen werden zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt und das Bewusstsein der Bevölkerung für bio-regionale Ernährung gestärkt.

Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten sollen regional besser vernetzt werden. Das funktioniert ohne gesetzliche Vorgaben auf freiwilliger Basis. Die Öko-Modellregionen werden vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit einem Gesamt-Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro unterstützt.

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