OP mit Robotern – neue Techniken verändern Medizin

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Weiden. Der technische Fortschritt verändert die Welt – nicht nur in der Fortbewegung oder der Kommunikation, sondern auch in der Medizin. Welche Möglichkeiten dies in der operativen Versorgung von Patienten bietet, weiß Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie am Klinikum Weiden. 

Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl

Welche Möglichkeiten bietet der technische Fortschritt in der Viszeralchirurgie? Diese Frage wird Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie und Leiter des Darmkrebszentrums am Klinikum Weiden, bei seinem Vortrag beantworten. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG.

Seit 2006 ist Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl, der auch das Darmkrebszentrum leitet, als Chefarzt am Klinikum Weiden tätig und zählt zu den erfahrensten Operateuren der Kliniken Nordoberpfalz AG. Bei seinen ersten Eingriffen Mitte der 1980er Jahre wurden Operationen im Bauchbereich offen, also mit einem großen Schnitt in den betroffenen Bereichen, durchgeführt. „Die Einführung der laparoskopischen, also der minimal-invasiven Eingriffe war eine Revolution und stellte einen Paradigmenwechsel bei Operationen dar. Möglich wurde das aber erst mit der entsprechenden technischen Ausstattung.“

Eine bestmögliche Umsetzung solcher Eingriffe am Klinikum Weiden garantieren der integrierte OP-Saal und der Hybrid-OP-Saal. Im integrierten OP-Saal werden die meisten laparoskopischen Eingriffe durchgeführt, so wie mit herkömmlichen Endoskopietürmen. „Aber aufgrund der perfekten Technik und die Integration ist eine schnellere Operation bei besserem Komfort für das Team durchführbar. Auch die Komplikationsrate und die OP-Zeit werden deutlich verringert“, erklärt Prof. Dr. Dietl.

OP mit Robotern

Ein weiteres Beispiel für die technische Entwicklung ist der Hybrid-OP, der ebenfalls seit 2014 genutzt wird. Dabei können zum Beispiel Tumore, die eng an großen Gefäßen liegen, durch die Zufuhr großer Hitze zerstört werden, wenn eine operative Entfernung aufgrund der Lage riskant wäre. Denn viele Metastasen können beispielsweise durch Ultraschall nicht dargestellt werden – mit dem Hybrid-OP wird dies durch die CT-Steuerung jedoch möglich. Einen noch größeren Quantensprung in der Operationstechnik stellt der OP-Roboter da Vinci dar, der seit einigen Wochen am Klinikum Weiden genutzt wird.

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Im integrierten OP-Saal werden die meisten laparoskopischen Eingriffe am Klinikum Weiden durchgeführt. Bild: Kliniken Nordoberpfalz AG.

Dabei werden die Vorteile der laparoskopischen Eingriffe mit einer Drehung der Greifarme in drei Achsen vereint. „Auch wenn es OP-Roboter heißt: es operiert noch immer ein Mensch! Die Möglichkeiten, die sich damit aber bieten, sind ungemein vielfältig und ermöglichen ein bisher nicht vorstellbares anatomisch genaues Vorgehen“, betont Prof. Dietl. Die technischen Entwicklungen im Bereich der Operationstechniken und -geräte sorgen für bessere Abläufe und steigende Ergebnisqualität.

Entscheidend ist am Ende jedoch noch immer der Faktor Mensch. „Im Vergleich zur Tätigkeit vor 15, 20 Jahren arbeiten Operateure heute wie Uhrmacher“, so Prof. Dietl. Welche Möglichkeiten diese Fortschritte für die Viszeralchirurgie bieten, wird Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl am Donnerstag, den 09. Mai, ab 19 Uhr im Besuchercafé am Klinikum Weiden vorstellen.

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