Unfallopfer bedankt sich bei seinen Rettern

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Pressath. Der 15. November 2018 warf das Leben von Florian L. komplett über den Haufen. Was passiert ist, daran erinnert er sich kaum. Aber er weiß: Sein Leben hat er auch den Helfern der Feuerwehr zu verdanken – und deshalb stattete er ihnen gemeinsam mit seiner Familie einen Besuch ab. 

Von Jürgen Masching

Unfallopfer dankt Rettern Feuerwehr Pressath

Im Feuerwehrhaus erzählt Florian wie er den Unfall erlebt hat und bedankt sich bei den Helfern für deren Einsatz.

Es war der 15.11.2018 gegen 17 Uhr als sich das Leben von Florian L. schlagartig veränderte. Zu diesem Zeitpunkt war der 25-Jährige auf der B470 bei Pressath in seinem Mazda eingeklemmt. „Ich weiß von diesem Unfall gar nichts mehr“, so Florian im Nachhinein. „Erst als ich dort im Auto saß, mein Bein eingeklemmt, da habe ich wieder eine Erinnerung“.

Ersthelfer verständigt Eltern und Rettungsdienst

Eigentlich war der junge Mann aus dem Landkreis Tirschenreuth von seiner Arbeitsstelle in Parkstein zu einem Termin nach Nürnberg unterwegs. Es war nicht seine gewohnte Strecke. Warum er kurz vor Pressath auf die Gegenspur kam, weiß er nicht. Dort krachte er mit seinem Mazda in einen VW Crafter aus dem Landkreis Schwandorf, der mit drei Männern besetzt war. Diese wurden bei dem Zusammenstoß zum Glück nur leicht verletzt.

Ein Ersthelfer kam zu mir ans Auto und redete mit mir, das hat schon sehr geholfen.“

„Er alarmierte die Rettungskräfte“, erzählt Florian. Danach rief er auf Wunsch von Florian L. auch bei ihm zu Hause an. „Mein Mann und ich waren gerade unterwegs, als der Anruf kam“, erinnert sich Florians Mutter. Deswegen sprach der Helfer auf den Anrufbeantworter. „Als ich diesen dann abhörte, wusste ich nicht, ob ich schreien oder zusammenbrechen sollte“, erzählt sie. „Wir fuhren sofort los und kamen erst an, als Florian schon auf dem Weg nach Weiden war“.

Unfallopfer dankt Rettern Feuerwehr Pressath

Aus diesem Wrack musste die Feuerwehr Florian befreien. Danach lag er zehn Tage auf der Intensivstation.

Eine dreiviertel Stunde um Florian zu befreien

Auch die Feuerwehr aus Pressath war nach der Alarmierung der ILS sofort ausgerückt. Kommandant und Einsatzleiter Andreas Kneidl schildert die ersten Eindrücke an der Unfallstelle: „Wir waren die ersten, die eintrafen. Die drei Insassen des VW Crafter waren schon ausgestiegen und so lief ich zum Mazda. Ich erkannte sofort die Situation des Fahrers. Er war mit dem Bein eingeklemmt. Das Auto war vorne massiv deformiert und wir brauchten fast eine dreiviertel
Stunde, um ihn zu befreien“.

Florian L. kam ins Klinikum nach Weiden, wo er zehn Tage auf der Intensivstadion lag. Insgesamt drei Operationen musste er in seinem dreiwöchigen Aufenthalt über sich ergehen lassen. Danach folgte die Reha. Nun kann er, fast schmerzfrei, wieder seit zwei Wochen seiner Arbeit nachgehen. „Ich hatte mehrere Schutzengel mit im Auto. Nach so einem Crash schätzt man das Leben wieder“, so Florian.

Unfallopfer dankt Rettern Feuerwehr Pressath

Der Florians Besuch rührt dei Feuerwehrler. „Das ist nicht alltäglich!“ sagt Kommandant Andreas Kneidl mit Florian L., Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz und Gruppenführer Andreas Argauer. (von links)

Dank an alle Helfer

„Wir haben uns einen Tag nach dem Unfall bei den Unfallgegnern informiert, wie es ihnen geht. Wir waren alle sehr erleichtert, als ihr Chef uns versicherte, dass mit ihnen alles in Ordnung ist“, berichtet Florians Mutter. Und sein Vater fügt hinzu:

Unser Dank gilt den Einsatzkräften, dem Klinikum in Weiden und Allen, die geholfen haben, dass unser Sohn fast wieder vollkommen gesund ist!“

Rührende Umarmung

Nun wollte es sich die Familie nicht nehmen lassen, der Feuerwehr in Pressath zu danken. Bei einer Leistungsprüfung konnten sie sehen, wie die Einsatzkräfte genau bei solch einem Unfall arbeiten. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten, die mir in meiner schweren Situation geholfen haben, herzlichst bedanken“, so Florian vor den Feuerwehrkameraden. Es folgte eine emotionale Umarmung mit Kommandant Andreas Kneidl, dem dies sichtlich zu Herzen ging. „So etwas ist in unserer ehrenamtlichen Arbeit nicht alltäglich und deswegen freut es mich besonders!“

Fotos: Jürgen Masching

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