Wie eine Reise in ein unbekanntes Land

Katholische Pfarrgemeinde hält Ehrenabend für Ehejubilare im Jugendheim

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Grafenwöhr. Die Ehe könnte mit einer Reise in ein unbekanntes Land verglichen werden. Es gehört Mut dazu, den Schritt zu wagen. Die Eheleute sollten auch stets offen und behutsam miteinander umgehen.

Von Renate Gradl

Ehejubiläum Grafenwöhr

Die Ehejubilare bei der gemeinsamen Feier im Jugendheim. Foto: Renate Gradl

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Zu einem Ehrenabend für Ehejubilare, die schon 25, 40, 50, 55, 60 und 65 Jahre miteinander verheiratet sind, hat die Katholische Pfarrgemeinde eingeladen. Der Ehrenabend hat mit einem Dankgottesdienst in der Friedenskirche begonnen. Dort hatten alle Ehepaare (unabhängig von einem Jubiläum) die Möglichkeit, sich einzeln von Pfarrer Bernhard Müller segnen zu lassen.

Elf Paare feiern gemeinsam

Gemeindepraktikantin Laura Mauerer verglich im Gottesdienst die Ehe mit einer Schale. „Die Vergangenheit verbinde ich mit einem Tonklumpen, aus dem etwas enstanden ist. So wie der Ton einige Wochen benötigt, damit etwas entstehen kann, braucht es auch zwischen zwei Menschen Zeit, um sich kennen zu lernen. Die ungebrannte Tonschale muss dann langsam austrocknen, damit sie keine Risse bekommt. Auch nach dem Brennvorgang ist sie weiterhin zerbrechlich und man muss damit behutsam umgehen; genauso wie bei einer Ehe“, so Mauerer. Auch für die Zukunft sei es wichtig, stets offen zu sein, wie eine Schale.

Bei der anschließenden Feier im Jugendheim, das festlich mit roten Herzen geschmückt war, gratulierte die stellvertretende Sprecherin des Pfarrgemeinderates Martina Friedrich den Ehepaaren. Insgesamt waren es elf Paare. Drei von ihnen feiern heuer das 60-jährige und ein Paar sogar das 65-jährige Ehejubiläum. Zur Erinnerung zeigte Friedrich eine Diashow, die aus Hochzeitsfotos einiger Paare bestand.

Schön gemeinsam feiern zu dürfen

„Die Ehe ist wie eine Reise in ein unbekanntes Land, man muss den Mut haben, aufzubrechen und alles hinter sich zu lassen, ohne zu wissen, was vor einem liegt. Sie, liebe Jubelpaare, haben sich auf diese abenteuerliche Reise begeben und können vermutlich allerhand darüber berichten. In der heutigen Zeit, haben nicht mehr viele den Mut, sich auf so eine Reise einzulassen. Deshalb ist es besonders schön, dass wir hier mit Ihnen in diesem Rahmen ihr Jubiläum feiern dürfen“, freute sich Friedrich.

Die Jubelpaare wurden von einigen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates bedient und haben mit Sekt angestoßen. Viel zu lachen gab es bei dem Sketch, der per Video gezeigt wurde. Natürlich ging es hierbei auch ums Heiraten. Als Erinnerung gab es für die Ehefrauen eine rote Rose.

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