80. Geburtstag im Kreise der Familie statt mit Papst

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Döllnitz/Mallersdorf. Einige Geburtstage hat Schwester Maurita, Theresia Rieder aus Döllnitz, mit Papst Johannes Paul II gefeiert. Ihren 80. Geburtstag verbrachte sie aber im Kreise ihrer Familie. 

Von Sieglinde Schärtl 

Schwester Maurita, Theresia Rieder aus Döllnitz

Die Jubilarin Schwester Maurita bekam Blumen zum 80 Geburtstag! Ihre Schwägerin Erna Rieder (rechts daneben), deren Kinder, Schwiegerkinder und Enkel bereiteten ihrer Tante Resi ein einmaliges Fest. Bild: Sieglinde Schärtl.

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Schwester Maurita wurde am 18. Mai 1939 als fünftes von sechs Kindern in Döllnitz geboren. Bei ihrem Eltern Adolf und Katharina wuchs sie mit ihren Geschwistern auf dem landwirtschaftlichen Anwesen auf. Da ihr Vater auch viele Jahre Bürgermeister der damaligen Gemeinde Döllnitz war, gab es für die Familie viel zu tun. Ihr Onkel Monsignore Mauritius Rieder war viele Jahre Superior im Kloster und fand auch auf den Klosterfriedhof seine letzte Ruhestätte. Weiter hatte sie viel Kontakt mit dem ehemaligen Regensburger Bischof Manfred Müller, der dort seinen Lebensabend verbrachte.

Theresia Rieder besuchte in Döllnitz acht Jahre lang die Volksschule -der Weg dahin war kurz: Denn das Schulhaus war der direkte Nachbar ihres Elternhauses. Bereits mit 14 Jahren trat sie in Mallersdorf als Kandidatin ins Kloster ein und besuchte dort drei Jahre die Realschule. Danach absolvierte sie in Berchtesgaden ein Jahr lang ein Praktikum, um anschließend in Mallersdorf die Ausbildung der Erziehern zu machen.

1961 wurde sie eingekleidet und legte 1964 nach dem Noviziat die ewige Profess ab. Bereits 1962 kam sie nach Parsberg und war dann 16 Jahre lang als Erzieherin im Kindergarten tätig und 18 Jahre im Kinderheim. Danach kehrte sie ins Mutterhaus der Mallersdorfer Schwestern, der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf, zurück. Hier ist sie seitdem aktiv an der Rezeption, wo jeder Anrufer ihre beruhigende Stimme zu hören bekommt.

Familie ist Schwester Maurita wichtig

Ihren 80. Geburtstag feierte sie im Kreise ihrer großen Familie aus Döllnitz. Sie hatten ihr einen ganzen Tag geschenkt, unter anderem eine Schifffahrt auf dem Kristallschiff. Die Familie ist Schwester Mauritia besonders wichtig: Deshalb kommt sie auch mindestens zweimal im Jahr in ihre Heimat nach Döllnitz zurück. Von hier aus besucht sie dann ihre Schwestern in Matzlesrieth, Böhmischbruck und Kötschdorf. Zwar ist ihr Bruder schon verstorben, aber Schwägerin Erna mit Familie freut sich immer auf die Besuche der „Schreiner Resi“.

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