Wöllershof: Chancen für die Telemedizin

CSU-Kreisräte informieren sich im Bezirksklinikum

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Wöllershof. „Die Psychiatrie ist für die Telemedizin am besten geeignet“, dies legte Dr. Markus Wittmann, der ärztliche Direktor des Bezirksklinikum Wöllershof den CSU-Kreisräten ans Herz.

Von Gerald Morgenstern 

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Dr. Markus Wittmann (links) gab den CSU-Kreisräten mit Vorsitzenden Edgar Knobloch, Landrat Andreas Meier und stellv. Landrat Albert Nickl Informationen zum Bezirksklinikum Wöllershof.

Der neue CSU-Ortsvorsitzende von Störnstein, Benedikt Grimm, hatte den Besuch der Kreisräte mit Landrat Andreas Meier und MdL Dr. Stephan Oetzinger arrangiert. Für Fraktionsvorsitzenden Edgar Knobloch ist das Bezirksklinikum eine bedeutende medizinische Einrichtung im Landkreis. Am Standort befindet sich eine Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Fachklinik zur Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen sowie ein Pflege- und Wohnheim für psychisch Kranke.

Die Reha-Klinik für Suchtkranke zählte nach der Bewertung im Focus zu den Top-Reha Kliniken in Deutschland. Verdoppelt hätten sich in den letzten Jahren die Krankheitstage mit psychischen Erkrankungen, stellte Dr. Wittmann Eingangs fest. Die Anwendung von Telemedizin sei im psychischen Bereich am besten geeignet. Drei Schlaflaborplätze würden bereits jetzt telemedizinisch betreut.

Schnelle und stabile Datenanbindung

Landrat Andreas Meier untermauerte, dass der Landkreis Bayerns erste 5G-Modellregion werde. Dabei geht es um die Verbindung von 5G-Infrastruktur und der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Das Projekt werde zusammen mit der OTH Amberg-Weiden durchgeführt. Notwendig sei dazu eine schnelle und stabile Datenanbindung. Die 5G-Technik müsse an das Glasfasernetz angebunden sein.

Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger hielt fest, dass sich der Breitbandausbau in den nächsten vier Jahren realisieren lasse, zu beklagen sei dabei ein Mangel an Fachfirmen, die für Masten- und Einrichtungsbau notwendig sind. Weiter gebaut werde auch in Wöllershof: Im hotelartigen Charakter sollen barrierefreie und lichtdurchflutete Gebäude als Ersatz für das Haus 13 entstehen.

Eine Ausweitung des Platzangebotes ist momentan durch den Mangel an Fachkräften eingeschränkt. Wie in allen Pflegeberufen gebe es Probleme mit offenen Stellen. Gedacht ist in Wöllershof auch, Wohnraum für Hospitanten zu errichten, wie die Leiterin des Pflegedienstes Christina Kick erklärte.

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