Der Lebensretter im Kühlschrank

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Weiden. Neben den Frühstückseiern, Butter, Soßen und allem, was ihr sonst im Kühlschrank habt, sollte auch ein kleiner Lebensretter Platz finden. Im Notfall vollbringt dieser Großes! 

Von Jürgen Wilke

Notfalldose Rettungs aus der Dose Lebensretter aus dem Kühlschrank Symbol Symbolbild

Die „Rettung aus der Dose“ wartet im Kühlschrank auf ihren Einsatz. Warum sie im Ernstfall Leben retten kann.

Immer mehr Menschen haben zu Hause unter anderem einen Impfpass, eine Medikamenten-Plan oder eine Patientenverfügung. Für Sanitäter oder Retter ist es allerdings meist unmöglich herauszufinden, wo diese Dokumente in der Wohnung aufbewahrt werden. Die Lösung steht im Kühlschrank. Die Notfalldaten kommen in die Notfalldose und werden in die Kühlschrank-Türe gestellt. Ein fester Ort in jedem Haushalt erleichtert Einsatzkräften die Suche. Um es für die Retter einfacher zu machen, werden an der Innenseite der Wohnungstür und außen am Kühlschrank je ein Aufkleber mit „Notfalldose“ angebracht.

3.000 Notfalldosen für Weiden

In der Dose befinden sich zwei Aufkleber und ein Notfall-Infoblatt mit allen wichtigen Daten. Die Dosen sind rot–weiß, in anderen Gegenden auch grün–weiß. Der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern hat in vielen Städten und Landkreisen die Trägerschaft der Notfalldosen-Aktion übernommen. Insgesamt werde über 12.000 Notfalldosen verteilt. Der Stadt Weiden ermöglicht jetzt die Sparda-Bank mit einer Spende von 4.500 Euro eine kostenlose Verteilung von 3.000 Notfalldosen.

Notfalldose Rettungs aus der Dose Lebensretter aus dem Kühlschrank Alfons Stangl, Susanne Meichner, Alfons Heidingsfelder, Tanja Hochholzer, Evi Fink

Alfons Stangl, Susanne Meichner, Alfons Heidingsfelder, Tanja Hochholzer, Evi Fink (von links) vor rund 3.000 Notfalldosen, die die Stadt Weiden bekommt. 

Im Maria-Seltmann-Haus wurden die 3.000 Dosen in 13 großen Kartons angeliefert. Susanne Meichner, Leiterin des Maria-Seltmann-Hauses, Filialleiterin der Sparda-Bank Tanja Hochholzer, ihr Stellvertreter Alfons Stangl, Evi Fink vom Dezernat für Familie und Soziales und Alfons Heidingsfelder, Seniorenbeauftragter der Stadt, stellten bei einem Pressegespräch die Aktion vor.

Den Helfern stehen durch die Dose wichtige Informationen schnell zur Verfügung, auch wenn der Patient keine Auskunft mehr geben kann“

Die Küche in der Wohnung finden Sanitäter leicht, und einen Kühlschrank hat eigentlich jeder“, erklärt Tanja Hochholzer.

Nicht nur für Senioren!

Alfons Heidingsfelder bemerkt dazu: „Die Sanitäter sind geschult und kennen die Dose, die als Ergänzung für die bereits vor einem halben Jahr eingeführte Notfallkarte für den Geldbeutel dient. Die Dose ist nicht nur für Senioren, sondern auch für junge Menschen und für alle Alleinstehenden gedacht.“

Woher bekommt man eine Notfalldose?

In den Sparda-Bank-Filialen, im Maria-Seltmann- Haus und bei der Bürgerinformation im Neuen Rathaus sind die Dosen kostenlos erhältlich. Es werden maximal zwei Dosen pro Person ausgegeben.“ Evi Fink erklärt: „Wir möchten diese gute Idee auch über die Jugendsozialarbeit an den Schulen bekannt machen und Eltern, Lehrer und die Jugend informieren.“

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