Angesehener Beruf in einer Schlüsselbranche

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Neustadt/WN. „Liebe neue Landwirte, Sie haben einen der schönsten und abwechslungsreichsten Berufe gewählt und erfolgreich abgeschlossen“, begrüßte Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch 67 Absolventinnen und Absolventen, die ihre Berufsausbildung zum Landwirt erfolgreich abgeschlossen haben.

Von Benedikt Grimm 

67 Frauen und Männer aus der halben Oberpfalz und darüber hinaus absolvierten ihre Ausbildung zum Landwirt. Zahlreiche Vertreter aus Politik, von Behörden, Unternehmen und Verbänden gratulierten dem Berufsnachwuchs bei der Freisprechungsfeier.

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34 von ihnen erwarben den Abschluss im Rahmen der regulären Erstausbildung, 33 weitere nutzten das Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) um die Abschlussprüfung zu bestehen. „Es gilt für Sie die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Aber auch bei der nachhaltigen Energie- und Rohstoffversorgung und der Gestaltung des Landschaftsbildes für Tourismus und Naherholung spielt die Landwirtschaft gerade in Bayern eine wichtige Rolle“, betonte der Leiter des Tirschenreuther Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Trotz dieser unverzichtbaren Rolle der Landwirte befände sich die Branche zur Zeit in einer tiefen Sinnkrise.

Raus aus dem Tal der Tränen

Das läge weniger an schlechten Milch- oder Schweinepreisen, Wetterkapriolen oder Sorgen um eine ausreichende Futterversorgung für die Tiere. „Viele von Ihnen fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und können nicht nachvollziehen, was die Gesellschaft von Ihnen eigentlich noch alles erwartet“, sagte Wenisch und warb für Zuversicht: „Kommen Sie heraus aus dem Tal der Tränen. Das Ansehen der Landwirtschaft ist in der veröffentlichten Meinung offensichtlich ziemlich schlecht. Aber das Ansehen des Landwirtes, des Berufes und der Person, ist unter den Top 10 in Deutschland“.

Unternehmergeist und Rückhalt in der Familie

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger lobte das Engagement der Absolventen. Landtagsabgeordneter Tobias Reiß hob den Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs für die regionalen Familienbetriebe hervor. „Mit Ihnen gewinnt unsere Region“, sagte Reiß. „Sie haben sich für eine strategisch wichtige Schlüsselbranche entschieden“, betonte der Weidener Behördenleiter Reinhold Witt. Neben der erworbenen Qualifikation, dem Unternehmergeist und der Kreativität würde vor allem die Familie eine ganz wichtige Rolle spielen.

Die Absolventensprecher blickten auf die vergangenen Jahre zurück und bewiesen Sinn für Humor und Mut zur Selbstkritik: „Es hätte vielleicht nicht geschadet, wenn man das damals mit dem Berufsgrundschuljahr etwas ernster genommen hätte. Dann wäre man dann nicht wie der Ochs vorm Berg gestanden“, meinte ein Absolvent.

Abschluss mit einer eins vor dem Komma

Den besten Abschluss schaffte Stefan Stangl aus Rotzendorf im Landkreis Neustadt mit einem Notendurchschnitt von 1,14. Ebenfalls eine eins vor dem Komma haben Barbara Döllinger (Waldsassen, 1,44), Florian Wazl (Eslarn, 1,54), Thomas Groher (Eschenbach, 1,64), Christopher Rupprecht (Trabitz, 1,67), Helene Höfler (Bärnau, 1,67), Stefan Lippert (Mähring, 1,69), David Grünbauer (Kohlberg, 1,72), Michael Lang (Velburg, 1,79), Christian Kraus (Windischeschenbach, 1,84), Stefanie Roth (Illschwang, 1,84), Matthias Lindinger (Mitterteich, 1,89), Johannes Kleber (Waldthurn, 1,94), Josef Portner (Moosbach, 1,94) und Johannes Grillmeier (Plößberg, 1,95).

Die Besten erhielten Gutscheine und Sachgeschenke von Banken, Firmen und Verbänden. Die Heusterz-Musikanten beendeten die Feierstunde mit der Bayernhymne.

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